Bürgergemeinschaft spendeteErstes Bienenhotel in Kölner Altstadt eröffnet

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Fünf Menschen stehen links neben einem Bienenhotel.

Großer Bahnhof für ein kleines Bienenhotel

In der Kölner Altstadt ist ein Bienenhotel aufgestellt worden. Es ist eine Spende der Bürgergemeinschaft Altstadt. Weitere sollen folgen.

Köln ist um eine Herberge reicher, allerdings nicht für menschliche Gäste: Am Freitag hat das Grünflächenamt in einem Hochbeet am Quatermarkt schräg gegenüber der Kirche St. Alban ein Bienenhotel aufgestellt. Schon im vergangenen Frühjahr hatte die „Bürgergemeinschaft Altstadt/Verein zur Förderung einer lebenswerten Altstadt“ das Projekt „Wildbienenhabitate in die Kölner Altstadt“ gestartet. Damals verschenkte sie 20 kleine „Hotels“, die als Nisthilfe dienen, an private Abnehmer im Postleitzahlbezirk 50667, darunter die Handwerkskammer zu Köln.

Zugleich begab sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort für ein großes, mit einem vorkragenden Regenschutzdach versehenes Bienenhotel im alten Teil der Innenstadt. Nun hat es seinen Platz vor einer Zeder in einem Beet Platz gefunden, in dem bald wieder üppig die Stauden blühen. Somit haben die Insekten reichlich Nahrung direkt vor der Tür. Der Verein zahlt nicht nur die Anschaffung, sondern auch den Unterhalt. Für die fachliche Betreuung wurde der Imkerverein von 1882 gewonnen; die Patenschaft hat Christiane Martin übernommen, Chefin der Grünen-Fraktion im Stadtrat und selber Imkerin.

Wenn es das Hotel umgehauen wird, setzen wird das nächste
Joachim A. Groth, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Altstadt

 Joachim A. Groth, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft, sagte, in den zurückliegenden 30 Jahren seien in der Altstadt rund 30 Prozent des Grüns weggefallen, jüngst zum Beispiel sechs große Platanen auf der Rheingarten-Promenade. Die Gründe reichen von Interessen der Gastronomie bis zu Baumaßnahmen. Mit dem Wegfall der Grünflächen und Bäumen schwinden die Nahrungsquellen für die Bienen.

Die Initiatoren hoffen, dass sich das gut verankerte Hotel trotz der Gefahr, Vandalismus zum Opfer zu fallen, lange hält. „Wir wollen ein Signal setzen“, sagte Groth, „wenn es umgehauen wird, setzen wir das nächste“. Als weitere Standorte für Bienenhotels seien der Lichhof und der Hermann-Joseph-Platz an St. Maria in Kapitol in Planung. (cs)

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