20. Edelweißpiratenfestival25 Bands spielen am Sonntag in der Kölner Südstadt – Ausstellung und Diskussion

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Menschen hören einer Band zu.

Zum Edelweißpiraten-Festival kommen jährlich Tausende Besucher in die Kölner Südstadt. (Archivfoto)

Das Festival ehrt die widerständige Jugend während des NS-Regimes. In der Galerie Smend gibt es dazu eine Ausstellung.

25 Bands auf fünf Bühnen: So feiert das Edelweißpiratenfestival am Sonntag, 30. Juni ab 14.30 Uhr seine 20. Ausgabe im Friedenspark in der Südstadt. Mit von der Partie sind die überwiegend regionalen Bands wie Marion & Sobo Band, Riosentí, Plauder, Franca & Co, Rhine River Rudies, das Kölner Menschensinfonieorchester, Toi et Moi und viele mehr. Jede Band wird dabei jeweils ein Edelweißpiraten-Lied präsentieren.

Edelweißpiratenfestival: Ausstellung in der Galerie Smend

Anlässlich dieses Jubiläums gibt es neben dem Musikfestival eine Ausstellung in der Galerie Smend in der Mainzer Straße. Los geht es hier bereits Mittwoch, 26. Juni, Finissage ist am Mittwoch, 3. Juli. Am Wochenende, also Samstag, 29. Juni und Sonntag, 30. Juni, ist die Ausstellung jedoch nicht geöffnet. Im Mittelpunkt stehen Gruppenfotos von Petra Hartmann und Stefan Schmitz und die Festivalplakate von Organisator Jan Krauthäuser.

Auch viele weitere Bilder, Dokumente und Klänge rund um 20 Jahre Festivalgeschichte werden versammelt und gezeigt. Im Rahmen der Ausstellung finden auch weitere Veranstaltungen statt: Mittwoch beginnt um 19 Uhr die Eröffnungsfeier mit dem „Singenden Holunder“-Klüngel. Der Singende Holunder ist eine Mitsingveranstaltung, die seit Jahren sonntags in der Kneipe „Weißer Holunder“ in der Gladbacher Straße stattfindet. Das Mitsing-Event sei „qausi ein Kind des Edelweißpiratenfestivals“, so Veranstalter Jan Krauthäuser. Gesungen wird hier Kölsches, Internationales sowie Bündisches.

Alles zum Thema Musik

Kölner Edelweißpiratenfestival: Lagerfeuersingen im Baui mit Rapper Retrogott

Ein Diskussionsabend und Lagerfeuersingen findet Samstag, 29. Juni, um 18 Uhr im Baui-Hof statt: Es geht um die Rolle der Musik für die Edelweißpiraten und verwandte Bewegungen mit Ewald Mescher, Herbert Schmidt, Kurt Tallert alias Retrogott und Luana Ramalho Krauthäuser. Der Rapper und Autor Retrogott wird zudem einige Kostproben seiner Musik zeigen.

Die Edelweißpiraten und andere unangepasste Jugendliche trafen sich zur Zeit der Nazi-Diktatur in den Parks und Wäldern, um ihre eigenen Lieder zu singen, ihren Freigeist auszuleben und sich gegen die wachsende Bedrohung des NS-Regimes zur Wehr zu setzen. (gam)

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