Prozess in Köln: Ein Juwelier-Paar soll gestohlenen Schmuck im Wert von einer halben Million Euro eingeschmolzen und verkauft haben.
Prozess um SchmelzgoldKölner Juwelier soll Schmuck im Wert von 500.000 Euro eingeschmolzen haben

Ein Kölner Juwelier und seine Frau sollen gestohlenen Goldschmuck eingeschmolzen haben (Symbolbild).
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Gewerbsmäßige Hehlerei ist der Vorwurf, mit dem sich ab Dienstag (12. Mai) vier Personen vor dem Landgericht in Köln konfrontiert sehen. Die Anklage richtet sich gegen drei Männer sowie eine Frau im Altersspektrum von 33 bis 51 Jahren. Ihnen wird zur Last gelegt, Schmuck und Edelmetalle aus kriminellen Handlungen wie Diebstahl und Betrug erworben zu haben, um die Ware mit Profit wieder abzustoßen.
Als Hauptbeschuldigte gelten laut Anklage ein 48-jähriger Mann und seine 51-jährige Gattin, die gemeinsam ein Juweliergeschäft in Köln betreiben sollen. Ein Angestellter des Betriebs im Alter von 33 Jahren sowie der 42 Jahre alte Bruder des Inhabers sind ebenfalls beschuldigt, an den Straftaten mitgewirkt zu haben.
Juwelen zu Barren verarbeitet, um Herkunft zu tarnen
Die Beschuldigten sollen versucht haben, den Ursprung der Ware zu vertuschen. Dafür sollen sie insbesondere Schmuck aus Gold und Silber direkt nach dem Erwerb umgearbeitet haben. Die Schmuckstücke wurden mutmaßlich in einer betriebseigenen Schmelzanlage zu Barren aus Gold und Silber umgeformt. Der materielle Wert der ursprünglichen Gegenstände wird auf etwa eine halbe Million Euro geschätzt.
Das Verfahren am Landgericht in Köln ist auf eine Dauer von acht Prozesstagen angesetzt. Mit einer Urteilsverkündung wird gegen Ende Juni gerechnet. (dpa/red)
