Abo

Weniger AnzeigenPolizei zieht positives Fazit zu Silvester

2 min
Die Polizei zieht trotz diverser Zwischenfälle ein insgesamt positives Fazit.

Die Polizei zieht trotz diverser Zwischenfälle ein insgesamt positives Fazit. 

Wie die Polizei bekannt gab, gingen bis zum 6. Januar 58 Anzeigen weniger als im Vorjahr ein. Schwerwiegende Zwischenfälle gab es trotzdem. 

Eine Woche nach dem Einsatz in der Silvesternacht zieht die Kölner Polizei trotz einiger schwerwiegender Zwischenfälle ein insgesamt positives Fazit. Wie die Behörde bekanntgab, gingen bis zum 6. Januar 311 Strafanzeigen in ihrem Zuständigkeitsbereich (Köln und Leverkusen) ein, das sind 58 weniger als im Vorjahr, 274 davon entfallen auf Köln.

Demnach ging insbesondere die Zahl der Körperverletzungsdelikte von 109 auf 89 zurück. Außerdem gab es mit 13 Anzeigen wegen Taschendiebstahls deutlich weniger als im Vorjahr (2025: 22). Die Zahl der Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung bleibt mit 64 im Vergleich zum Vorjahr (66) nahezu konstant.

Mehr Sexualdelikte

Gestiegen ist dagegen die Zahl der angezeigten Sexualdelikte, wenn auch auf niedrigem Niveau. Gab es im vergangenen Jahr nur zwei Anzeigen, waren es in diesem Jahr vier. In einem Fall besteht laut Polizei der Verdacht der Vergewaltigung einer 19-jährigen Frau in einer Privatwohnung. In einem weiteren Fall soll ein 23-jähriger Mann eine 15-jährige Jugendliche an Hüfte und Gesäß gefasst haben. Die übrigen Strafanzeigen wurden wegen sexueller Belästigung im öffentlichen Raum aufgenommen.

Auch ausgewertet nach Feier-Hotspots ging die Zahl der Straftaten sowohl in der Altstadt (29, 2025: 47), auf den Ringen (30, 2025: 55) als auch im Zülpicher Viertel (8, 2025: 9) zurück. In der Südstadt (5, 2025: 3) und Deutz (6, 2025: 5) stieg die Zahl leicht an. Die Polizei weist darauf hin, dass sich die Zahlen im Laufe der Ermittlungen oder weiteren Anzeigenerstattungen aber noch verändern können. (fho)