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Havarie in KölnSchiff auf Höhe der Kranhäuser abgeschleppt – Rhein wieder frei

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Das Bild zeigt das festgefahrene Frachtschiff und ein Einsatzschiff der Wasserschutzpolizei.

Um 8.20 Uhr waren am Freitag bereits Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei vor Ort.

Gegen den Schiffsführer wurde eine Anzeige erstattet. Der Rhein ist am Freitagnachmittag wieder freigegeben worden.

In der Nacht zu Freitag (9. Januar) hat sich das Frachtschiff „Vista Mare“ auf dem Rhein in Köln festgefahren. Bis zum Mittag stand das Schiff auf der Deutzer Platte, einer Untiefe im Rhein, in Höhe der Kranhäuser.

Der Schiffsführer habe zunächst versucht, sich eigenhändig freizusetzen, wie eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei mitteilte. Das war jedoch vergeblich. Deswegen organisierte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ein Abschleppschiff. Während der Freisetzung musste der Rhein gesperrt werden. Am Mittag konnte das Schiff freigesetzt und in den Rheinauhafen geschleppt werden.

Der Rhein war allerdings zunächst trotzdem gesperrt. Es musste geprüft werden, ob sich auch andere Schiffe festsetzen konnten. Um 13.45 Uhr waren sieben Schiffe von der Sperrung betroffen, um 15 Uhr war der Rhein wieder freigegeben. Gegen den Schiffsführer wurde Anzeige wegen des Unfalls erstattet.

„Vista Mare“ hat beim niedrigen Wasserstand von 152 Zentimetern den Rheinboden berührt. Ausschlaggebend dafür sei nach Angaben der Wasserschutzpolizei vermutlich eine zu schwere Beladung des Schiffes gewesen. (tid)