Das erste Mal ziehen die Schwarzhalsschwäne im Kölner Zoo erfolgreich Nachwuchs groß.
Seltener NachwuchsFünf Schwarzhalsschwäne im Kölner Zoo geschlüpft

Im Kölner Zoo sind fünf Schwarzhalsschwäne geschlüpft.
Copyright: Fotos: Rolf Schlosser
Im Kölner Zoo gibt es Nachwuchs: Mitte März schlüpften fünf junge Schwarzhalsschwäne. Bei den Küken handelt es sich um vier Weibchen und ein Männchen. Ihren vierjährigen Eltern ist es zum ersten Mal gelungen, Jungtiere im Zoo erfolgreich großzuziehen. Zu sehen sind die Tiere auf dem Teich in der Nachbarschaft des „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses“, wo sie von Besucherinnen und Besuchern beobachtet werden können.
Nicht bedroht, aber trotzdem selten
Schwarzhalsschwäne zählen nicht zu den bedrohten Arten. Die Gesamtpopulation wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf etwa 26.000 bis 100.000 Tiere geschätzt. In Zoos ist Nachwuchs jedoch selten. Die Art stammt aus Südamerika und gilt als anspruchsvoll in der Haltung. Die Brut und Aufzucht ist in dieser Region sehr aufwendig, da den Tieren das typische warme Klima und die südamerikanische Fauna fehlen. Viele Küken überstehen die ersten Lebenstage nicht – der aktuelle Nachwuchs ist jedoch gesund und entwickelt sich gut.
Der natürliche Lebensraum der Tiere sind die seichten Gewässer und Süßwassersümpfe in Südamerika. Besonders die Regionen am Fuße der Anden gelten als bevorzugte Brutgebiete, in denen sie zwischen Juli und November brüten. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Algen und anderen Wasserpflanzen.
Schwarzhalsschwäne erreichen eine Länge von bis zu 140 Zentimetern und wiegen in der Regel zwischen 3,5 und 6,5 Kilogramm. Auffällig und namensgebend sind der schwarz gefärbte Kopf und Hals, während das restliche Gefieder weiß ist. Der Schnabel ist grau und trägt an der Basis einen großen, rot gefärbten, fleischigen Höcker. Die Küken sind genau wie unsere heimischen Schwäne grau gefiedert – so auch bei den Jungtieren im Kölner Zoo derzeit. (red)
