Die Installation von Hanne Lange und Juliane Schmidt widmet sich dem Thema imaginärer Wohnraum in Köln.
Kunst an Kölner Litfaßsäulen„GRUND/RISS“ – künstlerische Kritik an mangelndem Wohnraum

Das Motiv „GRUND/RISS“ besteht aus einer Anordnung sich überlagernder und überschneidender Wohnungsgrundrisse
Copyright: N. Müseler
Das Thema Wohnungsknappheit ist in der Großstadt allgegenwärtig und wird nun auch im Rahmen des Projekts „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ aufgegriffen. Die Dresdner Künstlerinnen Hanne Lange und Juliane Schmidt präsentieren das Motiv „GRUND/RISS“ – eine neue künstlerische Arbeit, die bis Mitte Juni 2026 auf 27 Kunstsäulen in ganz Köln zu sehen sein wird.
Thema Wohnungsmangel in urbanen Räumen
Hohe Mietpreise und die damit verbundene soziale Ungleichheit sind auch in Köln ein brandaktuelles Problem. Das Motiv „GRUND/RISS“ besteht aus einer Anordnung sich überlagernder und überschneidender Wohnungsgrundrisse. Die Überschneidungen sollen eine imaginäre Wohnfläche kreieren, die zugleich unlogisch und unbewohnbar ist – ein kritischer Verweis auf die wachsende Problematik sozialer und ökonomischer Bedingungen des Wohnens in der Stadt.
Gleichzeitig verweist die Installation in ihrer Gestaltung auf die Geschichte der Litfaßsäule als Informationsquelle. Früher wurden auch Wohnungsanzeigen in Papierform an Straßenlaternen oder Hauswänden angebracht und überklebt. Das Element der sich überlagernden Grundrisse soll die Beobachtung aufgreifen.
Das Künstlerinnenduo unter dem Namen „langeschmidt“ gründete 2025 eine Arbeitsgemeinschaft für Projekte im Bereich Kunst am Bau. Beide beschäftigen sich in ihren Werken mit der künstlerischen Untersuchung sozialer Strukturen.
