Mülheim/Hürth – Mehr als 250 Angehörige, Freunde und Kollegen haben dem verstorbenen Hauptkommissar Mehmet Karapinar am Freitag die letzte Ehre erwiesen. Nach islamischem Ritus wurde der 43-jährige Mülheimer Polizist auf dem Friedhof seiner Heimatstadt in Hürth beerdigt.
Karapinar war am Sonntag an Leukämie gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine dreijährige Tochter. An der Zeremonie vor der Moschee und an der anschließenden Beerdigung nahmen auch etwa 150 Polizisten teil. Auf Wunsch der Witwe waren alle Beamte in Uniform erschienen.
Nach islamischem Brauch wechselten sich Kollegen, Freunde und Verwandte beim Tragen des Sarges zum Grab ab. Dort wurde der Leichnam in ein Leinentuch gehüllt und bestattet. Unter den Trauernden waren auch der türkische Generalkonsul und Polizeipräsident Wolfgang Albers.
Nicht nur im Kollegenkreis, auch bei Anwohnern und Geschäftsleuten in seinem Revier rund um die Keupstraße war Mehmet Karapinar bekannt und beliebt. Beim „Birlikte“-Festival voriges Jahr hatte er ein gemeinsames fulminantes Konzert des türkischen Staatsorchesters mit dem NRW-Polizeiorchester organisiert, das vielen noch bis heute in Erinnerung ist. Vor seiner Zeit in Mülheim war Karapinar Streifenpolizist in Deutz. (ts)