Clouth-Gelände in NippesNeue Siedlung nimmt Gestalt an

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So sollen die neuen GAG-Häuser einmal aussehen.

So sollen die neuen GAG-Häuser einmal aussehen.

  • Entwürfe für zwei weitere Neubauten im Clouth-Quartier - Auch öffentlich geförderte Wohnungen

Köln-Nippes – Ein weiteres Puzzleteil des neuen Clouth-Quartiers nimmt Formen an. Bei zwei getrennten Architektur-Wettbewerben haben die Gelände-Entwicklerin Moderne Stadt und der städtische Wohnungskonzern GAG unter den Entwürfen zwei neue Mietwohnungs-Bauprojekte ausgewählt. Die Siegermodelle bieten insgesamt 150 Wohneinheiten. Beide Bauvorhaben liegen auf dem Baufeld „MI 3a“ im Westen des alten Fabrikareals, gelegen zwischen der Randbebauung an der Backsteinmauer zur Niehler Straße hin sowie der zentralen Grünfläche des Quartiers, dem Luftschiffplatz.

Auf dem östlichen Teil des Baufeldes, direkt an den Luftschiffplatz grenzend, errichtet „Moderne Stadt“ in Eigenregie ein Gebäude mit 75 frei finanzierten Mietwohnungen. Die Fachjury gab dabei dem Entwurf des Architekturbüros Stefan Forster aus Frankfurt/Main den Zuschlag. In dem beigefarbenen Gebäude mit Loggia-Balkonen und 6000 Quadratmetern Gesamtfläche werden auf fünf Etagen Wohneinheiten mit bis zu vier Zimmern, teilweise mit auf Familien abgestimmtem Schnitt, entstehen.

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„Moderne Stadt“ will das Gebäude später an einen Verwalter verkaufen, der das Objekt dann betreut. „Ziel ist die Veräußerung an einen nachhaltigen Investor, der die attraktiven und erschwinglichen Mietwohnungen im Clouth-Quartier langfristig sichert“, erklärte Eric Diversy, Pressesprecher von „Moderne Stadt“.

100 neue Mietwohnungen

Im westlichen Teil des Baufelds baut die GAG ebenfalls 75 Mietwohnungen. Den Zuschlag bekam das Kölner Architektenbüro Schmitz Helbig. In dem weißen Ensemble aus zwei Gebäuden mit je vier Etagen plus einem fünften, zurück versetzten Staffelgeschoss, entstehen insgesamt 5250 Quadratmeter Wohnraum, plus 360 Quadratmeter Platz für eine Wohngruppe unter Leitung der Köln-Ring gGmbH, einem Hilfsverein für Menschen mit psychischer Erkrankung. Mit dem Träger habe man schon „bei mehreren Projekten erfolgreich kooperiert“, so GAG-Sprecher Jörg Fleischer.

Alle Wohneinheiten, vom Einraum-Appartement bis hin zu Fünf-Zimmer-Wohnungen, werden öffentlich gefördert sein; 75 Prozent sogar in der niedrigeren Einkommensgruppe A. Es ist das zweite Bauprojekt der städtischen Gesellschaft auf dem Gelände; vor kurzem wurde ein Gebäuderiegel nahe der Xantener Straße mit 100 Mietwohnungen fertiggestellt, 70 davon öffentlich gefördert.

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