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Fast 500 Vögel sichergestelltKölner Vogelzüchter hält Hunderte geschützte Tiere

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Vogel

Die Kölner Polizei hat Hunderte seltene Vögel bei einem Vogelzüchter gefunden.

  • Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten eines Kölner Vogelzüchters stießen Polizeibeamte auf zahlreiche schützenswerte Vögel.
  • Die Polizei stellte mehrere hundert Vögel sicher.
  • Dem Vogelzüchter werden Urkundenfälschung und ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz vorgeworfen.

Köln – Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Köln haben am Donnerstag in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Köln die Gewerberäume und die Privatwohnung eines in Köln ansässigen Vogelzüchters  durchsucht. Der 53-Jährige steht im Verdacht, gemeinsam mit seinem Vater durch die Zucht und den Verkauf von besonders geschützten Vogelarten unter anderem gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen zu haben.

Den Grundstein für die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen hatten Erkenntnisse des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der Stadt Köln gelegt. In Begleitung eines Sachverständigen und fachkundigen Helfern einer Vogelzuchtstation durchsuchten Kriminalpolizisten gestern zunächst eine vom Tatverdächtigen angemietete Gewerbehalle im Stadtteil Niehl. Im Durchsuchungsobjekt fanden die Einsatzkräfte dutzende Volieren mit hunderten Vögeln. In einer mehr als zehn stündigen Maßnahme klassifizierten die Beamten zusammen mit den Fachkundigen die Tiere. Insgesamt stellten die Polizisten in der Gewerbehalle etwa 400 besonders geschützte Vögel sicher.

Verdacht auf Verstoß gegen Bundesnaturschutzgesetz und Urkundenfälschung

Zusätzlich durchsuchten die Beamten auch die Wohnanschrift des Vogelzüchters. Auch hier hielt der Tierhändler mehr als hundert Vögel. Nach Spezifizierung durch den Sachverständigen stellten die Kriminalbeamten weitere 70 schutzwürdige Tiere sicher. 

In speziellen Transportbehältern brachten Helfer die sichergestellten Erlenzeisige, Birkenzeisige, Stieglitze, Buchfinken, Goldammern und einen Pirol in eine Vogelzuchtstation, wo sie sich von den Strapazen des Transportes mittlerweile schon gut erholt haben. Einige kranke und verletzte Tiere werden derzeit in der Vogelstation liebevoll versorgt und gepflegt.

Die Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen und dessen Vater wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz und wegen des Verdachts der Urkundenfälschung dauern an.

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