Niehler SüdenNeuer Nachbarschaftsgarten auf der Wiese entlang der Hochbahn

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Startschuss für das gemeinsame Gärtnern: Mit Ralf Mayer und Bernd Schößler (hinten, v.l.) eröffnen die Nachbarn ihre Anlage.

Niehl – Der neue Garten ist ein Gewinn für alle im Veedel, waren sich sämtliche Beteiligten einig. „Wir machen zusammen Kunst, Kultur, Theater und Feste – bei uns ist immer etwas los“, so Daniela Knichel, die Leiterin der Kita des Niehler Elternvereins an der Hamborner Straße.

„Was uns aber bisher noch fehlte, war ein schöner Ort, um sich zu treffen und etwas Gemeinsames, Neues zu schaffen. So war die Idee eines Nachbarschafts-Gartens geboren.“

Nach einer Hospitation von Mitgliedern des Elternvereins und des Veedels-Kulturclubs „Mach Dich Bunt“ (MaDiBu) bei einem Gartenprojekt der GAG in der Wohnsiedlung Am Bilderstöckchen stellten sie ihre Idee, im Niehler Süden etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen, bei GAG-Sozialbetreuer Wolfgang Kettmus vor.

Fitnessgeräte-Parcours und Holzpavillon

Nun war der große Tag gekommen: Drei Jahre nach der Projektidee und nicht einmal zwei Monate nach dem ersten Spatenstich hat der Nachbarschafts-Garten für die Siedlung im Niehler Süden eröffnet. Auf der Wiese entlang der Hochbahn zwischen Reeser und Emmericher Straße ist ein durch einen Stabzaun abgetrennter Garten mit den besonders für Senioren und behinderte Menschen geeigneten Hochbeeten, aber auch ebenerdigen Beetflächen entstanden.

Dort können Kita-Kinder und ihre Betreuer, Bewohner des Mehrgenerationenhauses „Ledo“ an der Reeser Straße, MaDiBu-Mitstreiter, Angehörige des Niehler Seniorennetzwerks und weitere Nutzer zusammen gärtnern.

Der fünfjährige Liam ist vom Fitnessgeräte-Parcours begeistert.

Nebenan beginnt das für die Allgemeinheit zugängliche Plätzchen, mit kleinem Fitnessgeräte-Parcours und Holzpavillon. Das Veedel und die GAG feierten jeztz die Eröffnung; zwischen Hamborner und Reeser Straße war eine kleine Budengasse mit Grill, Malen, Basteln und Kinderschminken aufgebaut. Die „Ledo“-Hausgemeinschaft fuhr ein Kuchenbüffet auf – gegen Spenden auf freiwilliger Basis, mit denen sie Saatgut kaufen will. Unter die rund 200 Gäste gesellten sich auch viele Passanten, die zufällig daher kamen und ein wenig verweilten.

Die neue Anlage mit rund 900 Quadratmetern Gesamtfläche ist auch optisch gelungen: Der Grünzug wirkt wesentlich schöner und hat eine räumliche Wirkung erhalten – was man gut erkennt, wenn man auf dem Fußweg entlang der Siedlung unterwegs ist. Auch sonst habe das noch recht junge Veedel, in dessen Mitte früher die Siemens-Fabrik lag, sich gut gemacht, lobte Bezirksbürgermeister Bernd Schößler. „Hier ist eine Gemeinschaft entstanden. Dazu hat auch der MaDiBu beigetragen, ebenso wie das Ledo-Projekt.“ Wie Bürgeramtsleiter Ralf Mayer betonte, sei es stadtweit das erste Nachbar-Gartenprojekt auf städtischem Grund. Mitglieder des Natur-Bildungsvereins „Querwaldein“ werden ab sofort dienstags von 15 bis 17.30 Uhr auf der Anlage präsent sein und ein kindgerechtes Programm mit gemeinsamem Gärtnern anbieten.

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