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Niehler ZochBuntes Treiben mit knappem Ende für den Prinzenwagen

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Ein großer Karnevalswagen passt so gerade unter einer Unterführung durch.

Das Finale des Zochs bildete der Prinzenwagen mit dem Dreigestirn aus Prinz Greger I., Bauer Stefan und Jungfrau Tinni.

So gerade passt der Wagen mit den Niehler Tollitäten durch die Unterführung am Alt-Niehler Ortseingang. „Bel Air“ sind musikalische Gäste.

Beste Bedingungen für die Niehler Jecken: Zwar eiskalt, aber strahlend sonnig präsentierte sich das Wetter für den Zoch, der nach seiner Aufwärmphase über Friedrich-Karl- und Niehler Straße gegen kurz nach halb drei ins närrische Epizentrum Alt-Niehl einfuhr. Nach den „Niehler Nachtschwärmern“ in Schwarz-Weiß an der Spitze gab es auf dem Wagen von Zoch-Leiter Markus Scheler prominenten Besuch: Die Band „Bel Air“, Gewinner des Närrischen Oscars 2026 als beste Newcomer-Band, genoss mit Mike Schöninger, Erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft Niehler Karneval (INK), die Fahrt mit Ausblick aufs jecke Fischerdorf. „Besser könnte die Stimmung bei uns nicht sein, trotz der vielen Auftritte in der Session“, so Leadsänger Steven. „Heute freuen wir uns, einfach nur den Neehler Fastelovend zu genießen und auf dem Wagen mitzufahren.“

Eine Gruppe Lappenclowns ist im Niehler Zoch unterwegs.

Die Lappenclowns der Wilden 13 bieten immer ein fröhlich-kunterbuntes Gruppenbild.

Am 30. April starten sie in der Stadthalle Köln (ehemals Mülheimer Stadthalle) ihre neue Tournee. Die Grundschule Nesselrodestraße, wie immer in lustigen Nessie-Kostümen unterwegs, wurde gefolgt von den fussigen Lappenclowns der Neehler Ahl Heere und der Grundschule Halfengasse, die als superbunte Heldentruppe voller Comic-Ikonen und Zauberer mitging: „Mir han Superkräfte, jeder op singe Art.“ Nach der „Wilden 13“, ebenfalls im Lappenclown-Kostüm, gab es die „Kellerkinder“ als Gärtnertrupp mit Strohhüten. In eine ähnliche Richtung ging da die KJG Zint Kathring: „Nit nur för Kölle: Mer bruche mieh Jrön!“, verkündeten sie, und verteilten Blumen-Aussaatpäckchen an die Jecken, damit Kölle tatsächlich etwas grüner wird.

Altersmäßig bunt gemischt zeigte sich der „Club anonymer Gallier“, 2021 gegründet: „Unsere älteste Teilnehmerin im Zoch ist 99 Jahre alt, unser Jüngster gerade mal ein Jahr“, verkündete eine Mitstreiterin der Gruppe, die in Kostümen der Asterix-Dorfgemeinschaft, mitsamt Idefix auf Rollen, mitging auf durch Rikschas der Initiative „Radeln ohne Alter“ mitfuhr. Nach den „Neehler Freibeutern“ mit Piratenschiff, erneut begleitet von der schleswig-holsteinischen Stadtkapelle Glückstadt, war die Stunde der Dreigestirne gekommen: Das kleine und große Trifolium mit Prinz Greger I., Jungfrau Tinni und Bauer Stefan grüßten von ihrem riesigen Wagen, der so gerade durch die Unterführung am Alt-Niehler Ortseingang passte, und ließen haufenweise Kamelle auf die Jecken regnen.