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Leiche am Niehler Rheinufer30-jährige Frau wurde erschossen

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Zehn Jahre Haft: So lautet das Urteil gegen Gürkan S. Der 34-jährige Familienvater hatte im Streit seine Ehefrau mit zwei Schüssen in den Kopf getötet. Taucher suchten am Fundort nach der Tatwaffe.

Niehl – Die Frau, deren Leiche ein Schiffskapitän Dienstagmittag am Niehler Rheinufer entdeckt hatte, wurde getötet. Laut Polizei handelt es sich um eine 30 Jahre alte Kölnerin. Wie zu erfahren war, starb sie durch einen Schuss aus einer Pistole. Näheres zu einem möglichen Motiv oder einem Tatverdächtigen wollten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mitteilen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Mordkommission starb die 30-Jährige vermutlich am Montag. Die Stelle, an der ihre Leiche gefunden wurde, ist wahrscheinlich nicht der Tatort. Vielmehr gehen die Ermittler davon aus, dass der oder die Täter den leblosen Körper auf den Steinen am Rheinufer in Höhe der Ford-Werke abgelegt haben – am Fuße einer fast fünf Meter hohen Mauer. Vermutlich haben sie die Leiche eine schmale Steintreppe hinab geschleppt. Weder der Fundort noch die Treppe sind von der am Ufer entlang führenden St.-Leonardus-Straße aus zu sehen.

Taucher suchten Tatwaffe

Trotzdem musste der Täter damit rechnen, dass der Leichnam schnell gefunden wird; denn stündlich passieren mehrere Schiffe die Stelle. Warum er den Körper nicht etwa in den Rhein geworfen hat, um weitere Spuren zu verwischen, ist eine der Fragen, die die Ermittler der Mordkommission versuchen zu klären.

Am Mittwochmorgen rückte die Polizei mit mehreren Einsatzkräften an, um Beweismittel zu suchen. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei durchkämmte das Grünstück oberhalb der Ufermauer. Ein Taucher suchte im Wasser vergeblich nach der Tatwaffe. In der Luft kreiste ein Polizeihubschrauber. Schon am Vortag hatten Ermittler die Wiese an der St.-Leonardus-Straße nach Reifenspuren abgesucht. Als wahrscheinlich gilt, dass der ortskundige Täter den Leichnam mit einem Auto gezielt zu dem schwer einsehbaren Uferbereich gebracht hat. Die Kripo befragt nun Verwandte und Freunde aus dem Umfeld des Opfers.