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Polizist wurde schwer verletztStaatsanwaltschaft nennt neue Einzelheiten zu Einsatz am Verteilerkreis

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Ein Polizeieinsatz am Kölner Verteilerkreis missglückte. Ein Beamter wurde schwer verletzt. War es ein versuchtes Tötungsdelikt?

Nach einem Polizeieinsatz am Kölner Verteilerkreis, bei dem eine verdeckte Operation fehlschlug, wurde einer der Tatverdächtigen (41) am Freitag (23. Januar) in Untersuchungshaft genommen.

Er und ein zweiter Mann (29) sollten in der Nacht zu Donnerstag von Zivilkräften am Verteilerkreis festgenommen werden. Dem Duo gelang jedoch zunächst die Flucht, nachdem sie einen Polizisten angefahren und dabei schwer verletzt hatten. Einsatzkräfte feuerten daraufhin mehrere Schüsse auf den Pkw ab.

Beamten angefahren: Handelte es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt?

Die Polizei hatte beide Fahrzeuginsassen wegen mutmaßlicher Diebstahlsdelikte im Visier. Wie nun mitgeteilt wurde, ermittelte die Polizei gegen den 41-Jährigen wegen diverser Taten in Bonn verdeckt. Er wurde auch am Donnerstag (22. Januar) observiert, als er zusammen mit dem 29-Jährigen in Richtung Köln fuhr.

„Am Verteiler hat sich dann die Gelegenheit ergeben, die Beschuldigten festzusetzen, was dann leider misslungen ist“, sagte Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, am Freitag auf Anfrage.

Schüsse konnten Verdächtige nicht stoppen

Als sich Zivilkräfte dem Auto der Verdächtigen näherten, gab der 29-jährige Fahrer Gas. Weder ein Fahrmanöver, bei dem die Glasfront eines Schnellrestaurants sowie der Fluchtwagen stark beschädigt wurden, noch die Schüsse konnten die Flüchtenden aufhalten. Nach einigen hundert Metern musste das Duo jedoch den beschädigten Wagen stehen lassen und zu Fuß weiterfliehen. Kurze Zeit später konnten beide vorläufig festgenommen werden.

Der 29-Jährige wurde noch am Tag der Tat aus dem Polizeigewahrsam entlassen, obwohl er den Polizisten angefahren hatte. „Maßgeblich hierfür war zunächst, dass nach intensiver Auswertung von Videoaufzeichnungen und Zeugenvernehmungen nicht von einem versuchten Tötungsdelikt auszugehen ist“, erklärte Bremer. Es sei derzeit nicht nachzuweisen, dass der Fahrer mit Tötungsabsicht gehandelt habe, als er mit dem Pkw zur Flucht ansetzte.

Beifahrer bleibt in Gewahrsam

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft ergänzte: „Ungeachtet dessen dauern die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte an. In dem Zusammenhang ist ebenfalls geprüft worden, ob die Voraussetzungen für die Beantragung eines Haftbefehls vorliegen. Das war allerdings nicht der Fall, da keiner der gesetzlich vorgeschriebenen Haftgründe, insbesondere jener der Fluchtgefahr, vorlag.“

Der 41-jährige Beifahrer hingegen blieb in Gewahrsam und sitzt nun wegen mehrerer mutmaßlicher Taten im Raum Bonn in Untersuchungshaft, wie Sebastian Buß von der Bonner Staatsanwaltschaft bestätigte. „Er steht im dringenden Tatverdacht, fünf Diebstahlsdelikte, darunter Wohnungseinbrüche, begangen zu haben“, so Buß. „Ob er für weitere Straftaten in Betracht kommt, ist Gegenstand der Ermittlungen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.