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Abschied für Brigadegeneral

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Wahn – Beim Abschiedsappell für den Kommandeur Bodengebundene Verbände, Brigadegeneral Michael Gschoßmann, kamen mehr als 100 Soldaten sowie zahlreiche zivile Mitarbeiter und Gäste auf den militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn. Nach mehr als drei Jahren verlässt Gschoßmann Köln. Viele Gäste bedauern seinen Abschied.

Der Kommandierende General des Luftwaffentruppenkommandos, Generalleutnant Helmut Schütz, nahm die Entbindung von den Pflichten des Kommandeurs Bodengebundene Verbände im Luftwaffentruppenkommando vor. In dieser Funktion war Brigadegeneral Gschoßmann Vorgesetzter der Luftwaffensicherungs- sowie Flugabwehrraketenkräfte, die den Kern der bodengebundenen Verbände in der Luftwaffe stellen. Ihm unterstanden die Lehrstätten für den Offizier- und Unteroffiziernachwuchs der Luftwaffe sowie für die Einsatz- und Grundausbildung und er war Vorgesetzter der Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn.

Der Appell zu seinen Ehren war geprägt von Erinnerungen. Schütz lobte in seiner Rede die Bindung, die Brigadegeneral Gschoßmann als Vorgesetzter zu seinen unterstellten Soldaten aufgebaut hatte, und sein Engagement für eine kompetenz-orientiertere Ausbildung des Nachwuchses sowie für steigende Einsatzbereitschaft. Das Heeresmusikkorps aus Koblenz spielte unter anderem den Verbandsmarsch des Luftwaffentruppenkommandos „Die dritte Dimension“. Brigadegeneral Gschoßmann dankte für die drei Jahre der Zusammenarbeit.

Neben zahlreichen Auslandseinsätzen war es eine seiner größten Aufgaben, die Flugabwehr umzugestalten. Das geschah unter anderem durch eine deutlich verstärkte Zusammenarbeit mit den Kameraden der niederländischen Streitkräfte.

Als „Standortältester“ von Köln nahm er zudem repräsentative und dienstortbezogene Aufgaben aller Kasernen in der Stadt wahr. Dies wurde vor allem in der „Fünften Jahreszeit“ durch die Teilnahme und Ausrichtung zahlreicher Veranstaltungen mit hiesigen Karnevalsgesellschaften deutlich. Auf diese Tradition aufbauen wird Brigadegeneral Richard Frevel, der nach Gschoßmanns Weggang zum neuen Standortältesten von Köln ernannt wurde. Er ist ebenfalls in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn stationiert. Der 58-jährige gelernte Flugabwehrraketenoffizier Brigadegeneral Gschoßmann wird künftig seinen Dienst im niederländischen Brunssum verrichten. Dort wird er als General-Manager einer Nato-Agentur eingesetzt, die luftgestützte Frühwarn- und Führungssysteme managt.