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Ein-und Ausfahrt für TiefgaragePolitiker befürchten mehr Verkehrschaos an Hauptstraße

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Die Zu- und Ausfahrt der Tiefgarage für neue Wohnhäuser soll über die viel befahrene Hauptstraße erfolgen.

Porz – Die Bezirksvertreter wollen eine weitere Tiefgaragenanbindung an die vielbefahrene Hauptstraße nicht hinnehmen. In der vorangegangenen Sitzung haben sich die Politiker in einem Dringlichkeitsantrag deshalb gegen einen Bauantrag ausgesprochen. Allerdings ist der Antrag nur eine Bitte an die Verwaltung, da die Porzer Bezirksvertreter in der Sache keine Entscheidungsgewalt haben.

Großes Bauvorhaben geplant

Es geht um ein Bauvorhaben der GAG zwischen Poststraße und Hauptstraße. Die Wohnungsbaugesellschaft plant auf dem 4.500 Quadratmeter großen Grundstück drei neue Häuser mit 76 Wohnungen. Für die dazugehörige Tiefgarage sieht der Bauplan eine Ein- und Ausfahrt an der Hauptstraße vor. „Die Hauptstraße ist schon jetzt ausgelastet, mit einer neuen Tiefgaragen-Zufahrt dort vergrößert man nur noch das Chaos“, klagte Werner Marx, Fraktionsvorsitzender der CDU, bereits im Januar, als die GAG das Vorhaben in der Bezirksvertretung vorgestellt hat.

Alle Parteien forderten die Bauherren damals einhellig auf, die Tiefgaragenzufahrt auf die Poststraße zu verlegen. „Wir begrüßen die Bebauung, aber ich hoffe, sie nehmen unsere Anmerkungen ernst“, kommentierte SPD-Fraktionschef Simon Bujanowski damals.

Nächste Sitzung am 15. Mai

Den Vorschlägen der Politik ist das Unternehmen aber offensichtlich nicht gefolgt, das geht aus der Mitteilung der GAG im nicht öffentlichen Teil der jüngsten Bezirksvertretungssitzung hervor, in der steht das die Einfahrt zur Tiefgarage weiterhin über die Hauptstraße erfolgen solle. „Das Vorgehen zeigt, dass man uns nicht ernst nimmt“, kritisierte Dieter Redlin, parteiloser Fraktionschef der Grünen.

In dem einstimmig verabschiedeten Dringlichkeitsantrag von CDU, Grünen und FDP fordern die Politiker zudem ein Fachgespräch zwischen Bauherrn, Verwaltung und Bezirksvertretern. Das Treffen ist laut Bezirksbürgermeister Henk van Benthem für den 15. Mai vereinbart, einen Tag vor der nächsten Bezirksvertretungssitzung. Dann wird das Bauvorhaben sicherlich auch wieder ein Thema sein.