Fähre von Porz nach SürthÄrger um Rheinfähre im Kölner Süden

So sehen die Pläne für die mögliche Fährverbindung aus.
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Porz – Die Idee einer Autofähre vom rechtsrheinischen Porz-Zündorf nach Sürth verfolgt die Porzer CDU seit dem vergangenen November. Das Thema steht jetzt nach zweimaligem Aufschub erneut auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung in Porz. Das wiederum beunruhigt die linksrheinischen Rodenkirchener Lokalpolitiker. Sie halten den Vorschlag für unsinnig und wollen sich nun mit den Porzer Kollegen an der Panzerrampe zu einem klärenden Gespräch treffen. Der Sürther Bürgerverein „Für Sürth“ sprach bereits von einer „Porzer Polit-Posse“ und von „absoluter Ignoranz“.
Schmale Anwohnerstraße
Pkw, Lkw, Fußgänger und Radfahrer – sie alle sollen nach Porzer Vorstellungen an der Panzerrampe in Sürth ankommen und von dort über die schmale Anwohnerstraße „Rheinaustraße“ in die Wohngebiete Sürth und Rodenkirchen ausschwärmen, vorbei an Kindergärten, Schule, Altenheim. Dort sind die Straßen jetzt schon zu bestimmten Zeiten überlastet.
Die Fähre Köln-Langel/Hitdorf stellt vom 2. bis einschließlich 7. Februar ihren Betrieb ersatzlos ein. Grund ist eine Inspektion des Fährschiffs „Fritz Middelanis“ auf der Schiffswerft Deutz.
Geplant ist, dass die Fähre am Sonntag, 8. Februar, um 11 Uhr ihren regulären Betrieb wieder aufnimmt. (hp)
„Ein Treffen ist ein guter Vorschlag“, meint dazu Thomas Werner, der das Fährenprojekt wesentlich vorantreibt. Er sei gesprächsbereit. Er sagt aber auch: „In Langel-Leverkusen funktioniert die Auto-Fähre ganz prima.“ Warum solle es woanders nicht ähnlich gut laufen. Ansonsten wartet er auf eine Stellungnahme der Fachverwaltung und belässt das Thema derweil auf der Tagesordnung.
Ein paar Meter weiter nördlich bringt Fährmann Heiko Dietrich seit Jahren Fußgänger und Radfahrer von Weiß nach Zündorf und zurück. Er sei schon einmal von einem Porzer Politiker angefragt worden, ob er eine Autofähre betreiben wolle, sagt der 70-Jährige. Die Umsetzung hält er allerdings für schwierig.
An der diskutierten Stelle sei das seiner Meinung nach wegen der Sürther Infrastruktur nicht möglich. Eine Fährverbindung könne er sich höchstens weiter südlich zwischen dem Strandbad Marie an der Frongasse in Porz-Langel und der gegenüberliegenden Fläche vorstellen, wo die Godorfer Hafenerweiterung geplant ist. Dort gebe es wenig Wohnbebauung, dafür allerdings geschützte Überflutungsflächen.
