FestaktDer Neue kennt sich aus mit dem Karneval

Die Kommandanten schreiten die Reihen der Soldaten der Luftwaffenunterstützungsgruppe ab.
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- Kommandowechsel in der Luftwaffenkaserne – Zahlreiche Gäste verabschiedenRüdiger Just Winkler und begrüßen York Heyde
Wahnheide – Eine Deutschlandflagge auf einem tragbaren Fahnenmast symbolisierte die Übergabe des Kommandos. Oberstleutnant Rüdiger Just Winkler übergab die Flagge an Brigadegeneral Michael Gschoßmann, der diese gleich an den neuen Kasernenkommandanten Oberstleutnant York Heyde weiterreichte. Nach zweieinhalb Jahren beendete Just Winkler seine Dienstzeit in der Luftwaffenkaserne planmäßig und reichte das Kommando über die Luftwaffenunterstützungsgruppe sowie den Posten des Kasernenkommandanten an seinen Nachfolger Heyde weiter. Ein Großereignis für die Bundeswehr in Porz, was man auch am feierlichen Rahmen der Kommandoübergabe ablesen konnte. Auf einer großen Wiese auf dem Kasernengelände, im Schatten von zwei ausrangierten Düsenjägern, standen rund 200 Soldaten der Unterstützungsgruppe Spalier. Dazu kamen etliche zivile Mitarbeiter sowie noch einmal rund 200 geladene Gäste aus örtlicher Politik, weiteren Militärs und Porzer Vereine, die in einem extra aufgebauten Zelt Platz fanden.
Zum Beginn der Zeremonie schritten Just Winkler und Heyde, angeführt vom Standortältesten Gschoßmann, die Reihen der angetretenen Soldaten ab und salutierten. Gut eine Stunde dauerte das offizielle Programm, bei dem die Militärkapelle neben der Nationalhymne auch einen Bläck-Fööss-Song spielte. Für seinen Abschied hatte sich Just Winkler das Stück „Du bess die Stadt“ gewünscht. Dabei musste sich der 42-jährige gebürtige Karlsruher zu Beginn seines Dienstes in Porz erst an den Karneval und die örtlichen Gepflogenheiten gewöhnen. Schon wenige Tage nach seinem Dienstantritt in 2015 musste Just Winkler zur Prinzenproklamation antreten – in Uniform natürlich. „Da hatte ich Sorge, was es am nächsten Tag für Fotos von mir in der Presse geben würde“, erinnert sich der Berufssoldat. Doch schnell stellte er fest, wie ernst es den Porzern mit ihrem Karneval ist und dass es keinesfalls zu einem ausufernden Gelage kommen muss. In der Folge war Just Winkler dann auch ein gern und häufig gesehen Gast, bei den unzähligen Karnevalsterminen, so auch auf der Pro Porzer Presseparty des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dafür gab es unter anderem die Ehrenmitgliedschaft bei den Blau-Wiesse Funke Wahn.
Für Just Winkler geht es nun zuerst zu einem Einsatz nach Jordanien, anschließend übernimmt er eine Aufgabe beim Bundesministerium für Verteidigung in Bonn. Seinen Posten in der Kaserne hat nun der gebürtige Bonner Oberstleutnant Heyde inne – und das mit Freuden. Bei der Kommandoübernahme sagte der 41-Jährige: „Der Posten ist für mich die Wunschverwendung.“ Im Jargon der Bundeswehr wird mit dem Wort „Verwendung“ der Dienst oder Einsatz bezeichnet. Zu seinem Vorgänger hat er bereits einen kleinen, aber entscheidenden Vorsprung. „Den Karneval kenne ich schon“, verriet Heyde. Die Kombination aus militärische Repräsentation und Karneval erlebe man allerdings nur in Wahn, fügte der neue Kasernenkommandant mit hörbarer Vorfreude an.

York Heyde, Michael Gschoßmann und Rüdiger Just Winkler (v.l.)
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