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Gemeindeschiff auf gutem Kurs

2 min

Wahn – Das bekannte moderne Kirchenlied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ wählte das Vorbereitungsteam des Wahner Pfarrfestes zum aktuellen Feiermotto und lud zum „Entern“ des Gemeindezentrums Aegidium. Das Gemeindeschiff auf gutem Kurs zu halten ist aktuell nicht immer leicht, denn die katholischen Kirche in ihrer Gesamtheit ist in stürmische Glaubwürdigkeitsdebatten geraten. Und ziemliche Flaute herrscht, was die Mitgliederzahlen und die Versorgung der Gemeinden mit Priestern betrifft.

Da schätzt es die Mannschaft auf dem Gemeindeschiff besonders, wenn – wie in Wahn – der Zusammenhalt groß ist und ein Pfarrer mit Gemeinschaftssinn und Spaß am Schiffsmotto als Seemann mitfeiert. Pfarrer Johannes Mahlberg hatte die Festmesse gehalten und begleitete mit Matrosenmütze das fröhliche Treiben beim Aegidiusfest. Er stellte der Gemeinde zudem zwei neue Mitarbeiter im Sendungsraum Porz vor: Diakon Matthias Gill und die Gemeindeassistentin in Ausbildung Sarah Didden verstärken das Seelsorgeteam.

Mahlberg sprach mit den vielen Gruppierungen innerhalb der Gemeinde, die sich beim Aegidiusfest austauschten. Eine Vorbereitungsgruppe unter Leitung von Magda und André Decker hatte das Fest mottogerecht vorbereitet – samt einer als Schiff gestalteten Hüpfburg, einer süßen Schatzsuche für die Piraten-Pänz und dem Auftritt eines Shanty-Chores. Für große und kleine Besucher gab es jede Menge leckere Sachen an mit maritimen Wimpeln geschmückten Ständen.

Die Schiffsbesatzung rückte beim Feiern zusammen und genoss einen unbeschwerten Tag. Hier feierten vor allem die Wahner Gemeindeangehörigen, wenngleich in der Einladung eigens auch „Land- und Wasserratten“ von allen zwölf Porzer katholischen Gemeinden angesprochen waren. Die drei Seelsorgebereiche Christus König, Maximilian Kolbe und Porzer Rheinkirchen bilden zusammen den „Sendungsraum Porz“; diese Gemeinschaft ist noch in der Phase des Kennenlernens und Zusammenwachsens – was durch gegenseitige Einladungen erleichtert werden soll.

Wie immer bei den Pfarrfesten rund ums Aegidium wird der Erlös aus dem Verkauf gespendeter Kuchen und anderer schöner Dinge für gute Zwecke verwendet. Wie Pfarrer Mahlberg sagte, kommt eine Hälfte das Reingewinns den gemeindlichen Aufgaben zugute. Mit der anderen Hälfte soll die Knochenmarktypisierung für das krebserkrankte Kleinkind Lena unterstützt werden. Je mehr Menschen an der Typisierungsaktion teilnehmen, desto besser ist die Aussicht für Lena und andere Erkrankte, einen passenden Spender zu finden. Ein schönes, lebensbejahendes Ziel für das Wahner Gemeindeschiff. (bl)