Abo

Ideenpaket für kleinräumige Umleitungen

2 min

Der Gartenweg könnte Vorschlägen aus Zündorf zufolge als temporäre Umleitungsstrecke genutzt werden.

Zündorf – Ein Wasserrohrbruch, ein schwerer Unfall– es gibt viele Gründe für zeitweilige Straßensperrungen. Bei solchen Störfällen sind Umleitungen erforderlich, über die sinnvollerweise im Voraus nachgedacht wird. Die Stadt hatte für besonders wichtige Straßen in Porz ein Umleitungskonzept erstellt, das 2017 vorgestellt wurde. Es sollte Staus beim Ausbau der Steinstraße/ Hauptstraße bei zeitgleichem Abbruch des Hertie-Hauses entgegenwirken. Die Straßenbaupläne wurden aber verschoben, das Hertie-Haus ist inzwischen längst Geschichte.

Schon damals hatte der Bürgerverein Zündorf Alternativen zu den städtischen Umleitungsplänen entwickelt und einen Bürgerantrag gestellt. Der wurde aber in der Bezirksvertretung nie behandelt. Erst nach einer Intervention bei der Oberbürgermeisterin habe der Antrag im Januar 2020 auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung gelangen sollen, sagt Rainer Lindlahr vom Bürgerverein.

Als Mitteilung der Verwaltung sei im Januar aber nur ein Notfallkonzept der Verwaltung für den Verkehr im Porzer Süden vorgelegt worden. Dies enthalte für allerlei denkbare Störstellen lediglich großräumige Umleitungen mit erheblichen Umwegen. Lindlahr will bei der BV-Sitzung am heutigen Donnerstag, 12. März, jetzt alternativ dazu ein in Zündorf entwickeltes Konzept vorstellen. Darin sind sechs mögliche Störstellen zum Beispiel auf der Hauptstraße und passende kleinräumige Umleitungen zusammengefasst. Unter anderem sehen diese Pläne vor, für kurzzeitige Umleitungen auch den Gartenweg und die Verlängerung bis zur Poststraße zu nutzen – was die Verwaltung bisher stets abgelehnt hat. (bl)