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Zündorfer Börschhof

Zündorf – In den Jahren 1780 bis 1781 wurde an der südlichen Grenze von Zündorf für die Abtei in Deutz ein Gutshof errichtet, der Abtshof genannt wurde. Über dem Eingang zum Herrenhaus ist noch das Wappen des Bauherrn, Abt Aemilianus Behren zu St. Heribert in Deutz, angebracht. Der Abtshof ist eine geschlossene Anlage mit einem zweigeschossigen Herrenhaus und eingeschossigen Wirtschaftsgebäuden. Alle Gebäude wurden in Backstein gebaut. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Kloster Deutz aufgehoben und der Abtshof säkularisiert. Der erste Pächter des Gutshofes war Paul Broicher. Seit 1862 befand er sich im Besitz der Landwirtsfamilie Börsch, die ihn bis 1990 bewirtschaftete. Mit weiteren Hofanlagen prägt der Börschhof das Dorfbild von Zündorf entlang der Hauptstraße. Der Umbau in eine moderne Wohnanlage erfolgte 1993 und dauerte ein Jahr. Seitdem leben hier 31 Parteien. Im Börschhof ist modernes Gemeinschaftsleben möglich, der Innenhof mit Bäumen ist ein idealer Treffpunkt für die Bewohner. Daneben haben die meisten von ihnen noch kleine begrünte Terrassenflächen vor ihren Haustüren. Der Börschhof erscheint heute noch als eine Oase der Ruhe. Doch in unmittelbarer Nachbarschaft soll eine neue Siedlung entstehen, und auch Container für Flüchtlinge sind dort geplant. Genug Stoff also für die Bewohner des Börschhofes, sich mit der Kommunalpolitik intensiv zu befassen.