Autofrei, Car- und Bike-SharingIn Porz-Lind entsteht eine Klimaschutzsiedlung

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Die geplante Klimaschutzsiedlung mit mehr als 130 Wohneinheiten entsteht auf einem drei Hektar großen Areal und wird von der Nibelungenstraße her über eine Straße erschlossen, die parallel zum Senkelsgraben verlaufen soll.

Die geplante Klimaschutzsiedlung mit mehr als 130 Wohneinheiten entsteht auf einem drei Hektar großen Areal und wird von der Nibelungenstraße her über eine Straße erschlossen, die parallel zum Senkelsgraben verlaufen soll.

Auf rund drei Hektar sollen etwa 70 Mietwohnungen in vier Mehrfamilienhäusern sowie 65 Reihenhäuser entstehen.

Hohen energetischen und städtebaulichen Ansprüchen müssen Neubauprojekte genügen, um als sogenannte Klimaschutzsiedlungen ausgezeichnet zu werden. Die Energieagentur NRW begleitet und unterstützt mehr als 100 solcher Projekte landesweit; eine der Klimaschutzsiedlungen entsteht in Porz-Lind.

Dort hat sich die Bouwfonds Immobilienentwicklung (BDP) mit ihrem Entwurf im Investorenwettbewerb schon vor fünf Jahren durchgesetzt und 2020 das Grundstück zwischen Nibelungenstraße, Senkelsgraben, Zu den Wiesen und dem Lärmschutzwall an der Autobahn A59 erworben.

In Lind soll bezahlbarer Wohnraum mit einem Energiekonzept entstehen

Auf rund drei Hektar sollen etwa 70 Mietwohnungen in vier Mehrfamilienhäusern sowie 65 Reihenhäuser entstehen. BDP und das Amsterdamer Architektenbüro „De Zwarte Hond“ haben ein Wohnquartier geplant, in dem bezahlbarer Wohnraum mit einem ausgefeilten Energiekonzept in einer klimagerechten Umgebung entstehen soll.

Unter anderem sind die Häuserzeilen so angeordnet, dass die Solarpotenziale auf den Dächern optimal genutzt werden können. Ein sogenannter Grüner Anger verbindet die vorhandenen Grün- und Freiflächen der Umgebung.

Klimaschutzsiedlung in Lind wird autofrei und mit Spielstraßen konzipiert

Die Siedlung ist überwiegend autofrei mit Spielstraßen konzipiert. Die Erschließung erfolgt im Norden über eine auch für Lastfahrzeuge befahrbare Anbindung an die Nibelungenstraße. Die geplante Anbindung verläuft parallel zum Rad- und Fußweg Senkelsgraben und biegt vor der Wohnsiedlung Zu den Wiesen nach rechts ab, um auch die geplanten Bauten auf dem Areal unweit der Autobahn zu erreichen.

Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept, unter anderem mit Car- und Bike-Sharing, E-Ladestationen und Lastenrädern, ist vorgesehen. Etwa ein Drittel der Geschossfläche für Wohnzwecke soll öffentlich gefördert und mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung errichtet werden. Den Baubeginn sehen die Investoren für den Sommer dieses Jahres vor, die Fertigstellung im Jahr 2026.

Öffentlichkeit wird an Bauplänen in Köln beteiligt

Zuvor wird die Öffentlichkeit an der Bauleitplanung beteiligt. Interessierte können vom 25. April bis 29. Mai den Entwurf der ausgearbeiteten Planung im Rahmen der öffentlichen Auslegung einsehen und Stellungnahmen abgeben. Über die Empfehlung des Stadtentwicklungsausschusses, den Stellungnahmen stattzugeben beziehungsweise sie abzulehnen, entscheidet der Kölner Rat.

Die Planunterlagen mit Begründung sowie weiteren Unterlagen sind im Stadtplanungsamt (Stadthaus), Außenstelle, Ladenlokal 5, Willy-Brandt-Platz 2, Köln-Deutz einzusehen. Das Ladenlokal liegt an der Rampe zwischen Justinianstraße und Lanxess-Arena.

Für die Einsichtnahme ist eine Terminvereinbarung unter Tel. 0221/221-22853 oder per E-Mail an bauleitplanung@stadt-koeln.de erforderlich. Die Unterlagen können in den Zeiten der Offenlage auch online eingesehen werden.

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