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MilchzahnclubCarrera-Bahn gegen Ärzte-Angst

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Die Räuber-Minis tanzten ganz angstfrei bei den Zahnärzten Jörg Michel und Emre Uysal (links).

Porz – Der Karneval ist besonders für Kinder eine „süße“ Zeit. Da fliegen ihnen die Kamelle nur so um die Ohren. Das ist schön, aber ist das auch gesund? Die Karnevalgesellschaft Urbacher Räuber hat darauf eine Antwort. Sie unterstützt den Milchzahnclub von Jörg Michel und Emre Uysal. Die beiden Zahnärzte aus dem City-Center, eigentlich Spezialisten für Zahnästhetik und Implantologie, haben im vergangenen Jahr das Zentrum für Kinder- und Jugendheilkunde gegründet, dafür im City-Center zusätzliche Räume angemietet und mit Gergana Savova, Evelin Kontz und Elisa Werres drei Zahnärztinnen eingestellt. „Wir haben festgestellt, dass viele Kinder in Porz schlecht oder gar nicht untersucht und behandelt werden“, sagt Michel. Mit ihrem Milchzahnclub wollen er und sein Kollege Uysal das ändern. Dafür haben sie sich einiges einfallen lassen. „An den Decken unserer Behandlungsräume sind Fernseher angebracht. Da laufen Kinderfilme. Das beruhigt unsere kleinen Patienten.“

Ein Familienraum für Ängstliche

Die Urbacher Räuber, von denen einige Patienten der Praxis sind, und die von den Zahnärzten bei ihren Sozial-Projekten auch finanziell unterstützt werden, haben jetzt ihre Minis in den Milchzahnclub geschickt. 16 Kinder – sechs davon sind bereits Patienten dort – haben in der Praxis zwei Tänzchen gezeigt. Auch das Porzer Dreigestirn machte einen kurzen Besuch. Chef d’Equipe Hardy Kloß – nach eigener Aussage eine Angsthase bei allen Ärzten – hatte das arrangiert. Auch er hat sich schon vertrauensvoll in der Praxis von Michel und Uysal in Behandlung gegeben. Für die etwas ängstlicheren unter ihren Patienten haben Michel und Uysal einen Familienraum eingerichtet. „Das ist ein besonders wichtiger Raum“, sagen sie. Denn dort könnten sich die Erwachsenen unter anderem bei einem Spielchen mit der Carrera-Bahn entspannen, während ihre Kinder behandelt werden. „Die Eltern haben ja meist noch mehr Angst als die Kinder“, sagt Michel.

Zum Dank für die Unterstützung von Michel und Uysal für den Spielplatz im Mühlenweg, den die Räuber bauen wollen, dürften sie und ihre Angestellten beim Festzug mit der Fußgruppe mitmarschieren, versprach Präsident Thomas Dieckmann.