Groov im RheinJunge nach Badeunfall gestorben

Zunächst konnte der Junge reanimiert werden. Später starb er jedoch in der Kölner Uniklinik.
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Köln – Am Sonntag ist ein zwölfjähriger Junge beim Baden an der Groov im Rhein ertrunken. Das Kind starb am Abend gegen 21.30 Uhr nach erfolgloser Reanimation in der Kölner Uniklinik. Der 12-Jährige hatte in der Bucht beim Zündorfer Anlieger der Weißer Fähre etwa hüfttief im Wasser gestanden und war Zeugenaussagen zufolge plötzlich untergegangen. Der Onkel des Jungen war ebenfalls in der Bucht, suchte und tauchte nach ihm - doch zunächst ohne Erfolg.
Der erste Notruf war bei der Feuerwehr um 17.48 Uhr eingegangen. Insgesamt 22 Helfer von Polizei, Feuerwehr und DLRG suchten etwa zwei Stunden lang mit einem Hubschrauber, zwei Booten und Fahrzeugen das Gewässer ab. Taucher und ein Echolot suchten auf dem Grund des Flusses nach dem Jungen. Ein Taucher fand ihn dann schließlich um 19:40 Uhr im Bereich der Bucht. Einsatzkräften konnten das Kind zunächst noch reanimieren, wenig später starb es dann aber doch an seinen Verletzungen im Krankenhaus.
Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Junge von einem Strudel in die Tiefe gezogen wurde. Die Bucht hat eine Wassertiefe von 1,40 bis 2 Meter. Aufgrund des schönen Wetters hatten viele Menschen den Tag am Rhein verbracht. Nach Angaben der Feuerwehr war dies bereits der 20. "Person-im-Rhein-Einsatz" seit Anfang Juni, bei denen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen sind. (bls, dmu, dpa)
