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PORZER RHEINUFER - GRUNDWASSER-QUALITÄT

3 min

Die Wiederbelebung des Porzer Rheinufers scheint zu funktionieren und trägt viele Früchte. Mit dem „Rheinachtsmarkt“ und dem Sommerfest „Rheinromantik“ gibt es mittlerweile zwei Feste im Jahr, die Besucher in die Porzer Mitte ziehen und auch die Einheimischen erfreuen. Und im kommenden Jahr soll noch eine dritte Veranstaltung hinzukommen: das Rhein-Food-Festival. Ein Markt mit vielen Streetfood-Angeboten soll im Mai aufgebaut werden. Haupt-Organisatoren aller drei Feste ist ein Quartett mit Bezirksbürgermeister Henk van Benthem, Holger Harms vom Festausschuss Porzer Karneval, Markus Galle, Präsident der Poorzer Nubbele, und Bezirksamtsleiter Karl-Heinz Merfeld. Der dreitägige Rheinachtsmarkt ist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal gelaufen und zahlreiche Besucher kamen, um die weihnachtliche Atmosphäre an der Porzer Rheinpromenade zu genießen. „Es ist wieder sensationell“, sagte Bezirksbürgermeister van Benthem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ während der Veranstaltung. Erfolgreich war für die Veranstalter auch das Sommerfest „Rheinromantik“, das am Wochenende der Kölner Lichter im Juni stattfand. Mit einer großen Leinwand, auf der die Besucher gemeinsam die Fernsehübertragung des Spektakels in der Innenstadt anschauen konnten. Im kommenden Jahr wird dann das neue Streetfood-Festival den Veranstaltungskalender am Porzer Rheinufer komplettieren, so dass künftig jeweils im Frühjahr, Sommer und Winter ein großes Fest die Porzer Promenade beleben wird. (af)

GRUNDWASSER-QUALITÄT

Das Wasser von Porz ist gut. Dafür sorgen auch die Landwirte in der Umgebung. Ist das Grundwasser in Deutschland laut einem Bericht der EU-Kommission vielerorts zu stark mit Nitrat belastet, liegen die Werte in Porz deutlich unter den Grenzwerten. Insgesamt haben im Schnitt 28 Prozent der Mess-Stationen im Zeitraum 2012 bis 2015 den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Wasser überschritten. Nicht so in Porz: „Der Nitratgehalt im Wasser beträgt bei uns nur rund 23 Milligramm pro Liter“, erklärt Landwirt Bernd Bulich aus Libur. Die gute Nitrat-Bilanz im Porzer Grundwasser kommt nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis eines jahrelangen Engagements der Bauern in der Umgebung. Sie haben sich im Arbeitskreis „Drüber und Drunter“ zusammengeschlossen und setzen sich besonders für den Schutz von Boden und Wasser ein. Werden die Felder zu stark gedüngt, kann das Grundwasser verunreinigt werden – etwa mit Nitrat. Nitrat ist eine chemische Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff. Stickstoffhaltiger Dünger lässt zwar die Pflanzen auf den Äckern sprießen, aber wenn die Nährstoffe in den Gewässerkreislauf geraten, sorgen sie etwa in Seen und Flüssen für mehr Algen. Der Abbau abgestorbener Pflanzen verschlingt viel Sauerstoff, was ein Fischsterben und ein Umkippen des gesamten Ökosystems zur Folge haben kann. Damit das eben nicht passiert, arbeiten die Porzer Bauern im Arbeitskreis seit fast 35 Jahren zusammen. Die Mitglieder führen regelmäßige Kontrollen des Bodens durch, setzen Dünger nur gezielt ein und arbeiten eng mit den örtlichen Wasserversorgen zusammen. Auch deshalb fänden sich Pflanzenschutzmittel, wie etwa Glyphosat, gar nicht im Porzer Grundwasser, sagt Jürgen Lowis, Pressesprecher des Arbeitskreises. (af)

Porzer Rheinachtsmarkt am Fluss

Kämpfen für sauberes Wasser und fruchtbaren Boden: Jürgen Lowis (l.) und Bernd Bulich auf einem Feld außerhalb von Libur.