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Neuer WohnraumIn Köln-Porz und in Poll wird am meisten gebaut

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Noch nicht viel passiert: Das Bauprojekt Zündorf-Süd lässt auf sich warten.

Porz/Poll – 18 Bauvorhaben weist das Wohnungsbauprogramm 2015 des Amtes für Stadtentwicklung im Stadtbezirk aus. Knapp 4000 Wohneinheiten sollen in Poll und Porz entstehen, die meisten in Zündorf-Süd, wo alleine fast 2000 Wohneinheiten geplant sind. Ein Viertel der Wohneinheiten wurde inzwischen weitgehend realisiert. Darunter das an der André-Citroën-Straße in Westhoven und das am Urbacher Weg in Ensen-Westhoven.

Platz für 15 000 neue Bürger

Auch am S-Bahnhof Wahn ist man ein gutes Stück vorangekommen. Aber andere Bauvorhaben – wie das in Zündorf-Süd, an der Fuchskaule in Elsdorf und am Krausberg in Langel – warten noch auf den Bebauungsplan und darauf, dass hier ein Verkehrsentwicklungsplan beschlossen wird. Wenn alle Projekte verwirklicht sind, werden rund 15 000 Neubürger im Stadtbezirk 7 leben.

Das Amt für Stadtentwicklung plant demnach in Poll/Porz die meisten Bauvorhaben von ganz Köln. Nur im Stadtbezirk 2, in Rodenkirchen, sollen mit 3675 Wohneinheiten annähernd so viele Wohnungen entstehen wie im Stadtbezirk 7. Das Wohnungsbauprogramm 2015 war vor rund acht Jahren beschlossen worden und sei ständig an die Gegebenheiten angepasst worden, sagt Maria Kröger, die Dezernentin für Stadtentwicklung und Statistik. „Wir aktualisieren das Programm permanent, nehmen zum Beispiel jederzeit neue Flächen auf, die uns vorgelegt werden.“

Nicht alles auf einmal

Es könne aber nicht alles auf einen Schlag erledigt werden. In den vergangenen Jahren seien vor allem die Bauvorhaben im Südwesten von Köln realisiert worden. „Wir arbeiten jedes Bauvorhaben ab, wenn es die Bedingungen zulassen.“ Es gebe noch viel ungenutztes Potenzial für den Wohnungsbau, so könnte auch die Innenstadt noch weiter verdichtet werden, sagt Kröger. „Es sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus, aber es gibt keine Fläche, die einfach zu bebauen ist.“

Neuer Fokus für Investoren

Was wo und wann gebaut wird, hänge auch von den Investoren ab, sagt Kröger. „Investoren wollen dort bauen, wo sie die Wohnungen gut vermarkten können.“ Aufgrund des Bevölkerungsdrucks kämen heute auch solche Flächen für eine Bebauung in Frage, die vor einige Jahren noch niemand auf der Agenda hatte.

Porz sei nicht an allen Ecken gleich gut, sagt Kröger. „Flächen in der Nähe des Zentrums haben aber gute Chancen.“ Die Bezirksvertretung hat derzeit einige der Bauvorhaben auf der Tagesordnung. Die SPD verweigert allerdings ihre Zustimmung. Damit will sie verdeutlichen, dass die Straßen in Porz keinen zusätzlichen Verkehr mehr aufnehmen können.