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Ausflug ins Rechtsrheinische11 Tipps für Zündorf – was es an der Groov zu entdecken gibt

Lesezeit 6 Minuten
Die Fähre Krokolino hat in Weiß Menschen aufgenommen, die nach Porz-Zündorf fahren.

Die Fähre Krokolino hat in Weiß Menschen aufgenommen, die nach Porz-Zündorf fahren.

Jachthafen, Fontäne, Natur und Tiere – Zündorf ist gerade wegen der Groov ein beliebtes Ziel für Ausflügler. Doch auch etwas abseits der Groov-Teiche gibt es Orte, die entdeckt werden wollen.

Minigolfspielen im Familienbetrieb

Wer die 18 Bahnen unter 36 Schlägen schafft, sollte Profi werden. Wer zwischen 80 und 90 Schläge braucht, sollte noch einmal nachrechnen – so steht es auf dem Schild mit der Publikumswertung an der Minigolf-Anlage an der Groov, Am Markt 1. Die ist eine wahre Institution: Schon seit über 30 Jahren wird sie von der Familie Zimmer betrieben. Bei schönem Wetter hat die Anlage täglich ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Eine Runde kostet für Erwachsene sechs, für Kinder vier Euro. Es gibt auch Zehnerkarten. Die kosten 55 beziehungsweise 35 Euro. Wer zwischendurch eine Stärkung braucht, bekommt auch was zu trinken oder kann sich ein Eis kaufen.

Fahren mit der Fähre auf dem Rhein

Im Rhein da gibt es ein Krokodil. Aber keine Angst, das beißt nicht, sondern bringt Fahrgäste von Zündorf nach Weiß und wieder zurück. Fährmann Heiko Dietrich hat noch weitere Schiffe, die zwischen der linken und der rechten Rheinseite pendeln können. Fahrräder können ebenso mitgenommen werden wie Hunde oder Kinderwagen. Die Fahrzeiten bis Ende September sind Dienstag bis Freitag 11 bis 19 Uhr, an Wochenenden und feiertags 10 bis 19 Uhr. Ab Oktober gelten andere Zeiten. Erwachsene zahlen zwei Euro, Kinder von vier bis sechs Jahre die Hälfte, Kinder unter vier Jahren nichts. Radlerinnen und Radler zahlen 2,50 Euro für die einfache Fahrt. Tageskarte für Hin- und Rückfahrt gibt es für drei beziehungsweise vier Euro.

Ausstellungen im Zündorfer Wehrturm besuchen

Mehr als 800 Jahre alt ist der Zündorfer Wehrturm an der Hauptstraße 181. Im Mittelalter diente er für Wohn- und Verteidigungszwecke, heute ist er ein Museum. Seit der Gründung des Fördervereins vor 30 Jahren haben hier schon verschiedene Künstlerinnen und Künstler den Turm als Ausstellungsort genutzt. Darunter Billy Yalawanga, einer der bekanntesten Aborigine-Künstler Australiens, und Henri Nigel, der als einer der bekanntesten Künstler der Seychellen gilt. Eine weitere Besonderheit des Turms: Unter der mittelalterlichen Hülle steckt ein moderner Innenausbau aus Sichtbeton nach Plänen von Star-Architekt Gottfried Böhm. Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Mittwoch und Samstag 15 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 01 76/21 97 12 64. Eintritt: zwei Euro.

www.zuendorfer-wehrturm.de

In Lokalen an der Groov die Seele baumeln lassen

Ein kühles Getränk, eine kleine Stärkung zwischendurch. Die Lokale an der Groov (Am Markt, Marktstraße, Kirchstraße) haben beides zu bieten. Am Marktplatz kann sich jeder „sein“ Lokal aussuchen und von den Biergärten im Freien mit Blick auf die Groov-Teiche einfach die Seele baumeln lassen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass gerade bei schönem Wetter man nicht der einzige Gast an der Groov ist.

Spielen im Salzino

Beim Salzino ist der Name Programm. Hier gibt es ein Spielzimmer, dessen Boden mit feinem Meersalz bedeckt ist. Durch den Einsatz einer speziellen Technik entsteht feinster Salznebel. Der soll bei Asthma, Bronchitis sowie anderen Lungen- und Hauterkrankungen helfen. Zusätzlich gibt es ein weiteres „normales“ Spielzimmer. Das Salzino an der Hauptstraße 174 hat ab 16. August Montag, Dienstag, Freitag und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene zahlen 12,50 Euro für die Nutzung von Salzraum inklusive Spielraum, Kinder bis 16 Jahre 3,50 Euro. Wer nur den Spielraum nutzen will, zahlt fünf Euro für einen Erwachsenen mit Kind, jedes weitere Kind drei Euro. Das Tragen von weißen Socken ist im Salzino Pflicht.

www.salzino.de

Das Café Daisys besuchen

Ein bisschen englisches Flair gibt es im Café Daisys. Das verbirgt sich in einem alten Fachwerkhaus an der Gütergasse 21. Im Inneren gibt es Bilder an den Wänden, einen Kachelofen, Porzellanfiguren aus Großmutters Zeiten. Hüte – manche sind aus dem Charlie-Chaplin-Museum in der Schweiz – dienen als Lampenschirme. Es gibt einen kleinen Außenbereich, wo die Gäste Sandwiches, Pies und natürlich Tee genießen können. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen 9.30 bis 18 Uhr.

www.daisys-cafe.de

Konzerten in der Zündorfer Klosterkapelle lauschen

Nur ein Steinwurf vom Café Daisys entfernt liegt die Zündorfer Klosterkapelle, Gütergasse 33. Günter Wallraff, Wilfried Schmickler und Poetry-Slammer Quichotte sind hier schon aufgetreten, genauso wie Tom Daun mit seiner Harfe oder Folkloregruppen aus Irland und Schottland. Für das Programm sorgt der Kulturverein. Den gibt es bereits seit 1985. Mehr zum Verein und der Geschichte gibt es auf der Internetseite. Der Eintritt kostet jeweils 15, ermäßigt zehn Euro. Das nächste Konzert ist am Sonntag, 27. August. Dann ist um 19 Uhr das Øsimun Quartett, eine Kammermusikgruppe, zu Gast. Am Sonntag, 17. September, spielt Søren Thies Musik jüdischer Künstler.

www.klosterkapelle.de

Jüdische Geschichte entdecken

Geschichtsinteressierte können sich in Zündorf auf die Suche nach der jüdischen Gemeinde machen. So hat es in dem Haus an der Hauptstraße 159 früher einmal eine Synagoge gegeben. Einige Stolpersteine erinnern an die Menschen jüdischen Glaubens, die deportiert und ermordet worden sind. Zwischen den Straßen Gartenweg und Hasenkaul, in der Nähe der Stadtbahn, gibt es einen jüdischen Friedhof. Auch in der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem befindet sich im „Tal der zerstörten Gemeinden“ auch die Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde.

Rolf's Streichelzoo besuchen

Tierisch geht es bei Rolf’s Streichelzoo zu. Am Tulpenweg 25-27 können Nandus, Lamas, Ziegen, Schafe, Esel, Ponys, Vögel und viele Tiere mehr aus nächster Nähe betrachtet und teilweise gefüttert und gestreichelt werden. Eintritt: Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder von zwei bis 14 Jahre zwei Euro, jüngere und Geburtstagskinder haben freien Eintritt. Besuchszeiten bis 31. Oktober wochentags 9 bis 18 Uhr und samstags 9 bis 16 Uhr. Sonn- und feiertags ist geschlossen. 

www.streichelzoo-koeln.de

Spielen an der Groov

Der große Spielplatz an der Groov neben der Minigolf-Anlage ist was für echte Freibeuter. Dank der Groov-Paten ist hier neben dem „normalen“ Spielplatz mit Rutsche, Schaukeln und Seilbahn ein riesiges Spielschiff aufgestellt worden. 15 Meter lang, neun Meter breit und bis zum Mast sechs Meter hoch, wartet es darauf, von den Kindern geentert zu werden. Rutschen, nach Schätzen buddeln und klettern – ist hier alles kein Problem.

Baden im Zündorfbad

Wer eine Abkühlung braucht, ist im Zündorfbad an der Trankgasse 10a richtig. Hier kann drinnen oder draußen unter freiem Himmel geschwommen werden. Es gibt eine weitläufige Liegewiese im Freien, einen Drei-Meter-Sprungturm und eine 80 Meter lange Wasserrutsche. Für die Kleinsten gibt es ebenfalls ein Kinderplanschbecken – drinnen und draußen. Das Hallenbad hat montags und donnerstags von 10 bis 21.30 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 6.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Am Wochenende kann von 10 bis 21 Uhr geschwommen werden. Die Öffnungszeiten vom Freibad können in der Freibadsaison der Internetseite entnommen werden. Preise: Kinder unter sechs Jahren zahlen 0,50 Euro, Kinder unter 18 Jahren 3,80 Euro im Winter/ 4,10 Euro während der Freibadsaison, Erwachsene 5,40 Euro/ 5,80 Euro im Sommer.

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