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QuerfällteinEntschleunigte Version des Rap’n’Roll

3 min

Die Band Querfälltein (v.l.): Florian Fehling, René Schmidtke, Johannes „Forest“ Ley, André „Triadé“ Braun, Jonas „Quichotte“ Klee und August Verburg.

Rock- und Bluesklänge, verbunden mit Rapgesang – die Band Querfälltein hat ihre ganz eigene Mischung gefunden. Die sechs Mitglieder haben sich eigentlich dem Hip Hop verschrieben, doch neben den beiden Rappern Johannes „Forest“ Ley und Jonas „Quichotte“ Klee wartet die Band im Hintergrund mit jeder Menge druckvollen Rock auf.

So heißt das aktuelle Album programmatisch „Rap´n´Roll“. „Man könnte die Musik beschreiben, als eine Mischung aus der Hip-Hop-Gruppe Freundeskreis und der Hard-Rock-Band ACDC“, sagt Sänger Quichotte. Der 30-Jährige hat vor rund acht Jahren mit seinen Schulfreunden Florian Fehling (Gitarre), René Schmidtke (Bass), André „Triade“ Braun (Schlagzeuger) und Forest die Band im Oberbergischen Lindlar gegründet. Nach drei Alben, unzähligen Auftritten in der gesamten Republik und der Umsiedlung der Band nach Köln, ist vor einem halben Jahr noch Keyboarder August Verburg zu der Gruppe gestoßen.

Entschleunigung durch neues Instrument

War der Sound von Querfälltein bislang von Rock geprägt, der mit seinem Tempo die Sänger vor sich her trieb, führt das neue Instrument zu einer Entschleunigung. „Mit August gehen wir gerade weg von dem Rap’n’Roll-Ding, hin zu etwas filigraneren Songs – vielleicht werden wir noch zu einer klassischen Hip-Hop-Combo“, orakelt Quichotte, der mit Forest verantwortlich für die Texte des Sextetts zeichnet.

Ansonsten ist die Liedproduktion echte Teamarbeit: Alle Songs werden beim gemeinsamen Jammen im Proberaum erarbeitet. „Zuerst entsteht ein Groove oder ein Gitarrenriff, von dem ausgehend wir die Musik weiterentwickeln – die Texte entstehen dann parallel dazu“, sagt Gitarrist Fehling. Inhaltlich ist das Spektrum der Gruppe weit gefasst: Es gibt Spaßsongs, etwa über das Wetter, Lieder, die die politische Lage beleuchten oder die Obrigkeitshörikeit der Menschen anprangern.

Und natürlich Zeilen über die Liebe. „Die Musik bestimmt dabei immer den Text, aber bei der Ausgestaltung haben wir völlig freie Hand“, sagt Quichotte. So ist auch das Stück „Alte Liebe“ entstanden, das von vergangenen Beziehungen handelt, an die man immer wieder zurückdenkt: „Hör mal, alte Liebe – du bist wie Musik / mit alten Liedern, die ich spiele, kommt das Feeling zurück / Ich hab’ dir oft ein paar Blumen von der Wiese gepflückt / und an den Sommertagen umwehte uns die Brise des Glücks / Du bist weg, doch ich vergess’ Dich nicht / und wenn ich’s tat, erinnern die Texte sich/lauen Sommertagen trauere ich nicht nach/doch die Erinnerung hab’ ich nie weggekriegt / Ich gehe durch die Straßen und hole mir beim Kiosk nen Schnaps / und frage mich, was die alte Liebe so macht / Und obwohl es ein Wiedersehen doch nicht gibt / wünsche ich ihr trotzdem Glück.“

Derzeit arbeitet die Gruppe an neuen Songs und feilt an dem veränderten Sound. Erste Stücke, wie das beschriebene „Alte Liebe“, sind bereits fertig. Für 2015 ist geplant, ein neues Album über das Internet zu veröffentlichen.