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Schutz der PlatanenArbeiten am Bayenthalgürtel – Mittelallee wird saniert

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Zu sehen ist der Mittelstreifen des Bayenthalgürtels, der im Abschnitt zwischen Bismarcksäule und „Unter den Ulmen“ derzeit saniert wird.

Der Mittelstreifen des Bayenthalgürtels wird im Abschnitt zwischen Bismarcksäule und „Unter den Ulmen“ derzeit saniert.

Am Bayenthalgürtel wird der Mittelstreifen erneuert – ohne eine Entsiegelung zum Schutz der Platanen. Fertigstellung bis Ende April.

Löcher, dicke Wurzeln, aufgesprungener, zum Teil loser Asphalt – die Mittelallee des Bayenthalgürtels war vor allem im östlichen Abschnitt in sehr schlechtem Zustand. Es reihte sich Stolperfalle an Stolperfalle. Jetzt wird der Bereich zwischen der Bismarcksäule und „Unter den Ulmen“ saniert, die Arbeiten haben Anfang April begonnen. Nach Angaben der Stadt wird auf dem bestehenden Untergrund eine neue Asphaltdecke aufgebracht. Die seitlichen Bereiche werden mit frischem Baumsubstrat ergänzt, während in sensiblen Wurzelzonen eine wassergebundene Oberfläche vorgesehen ist.

Besorgte Bürger hatten sich an diese Zeitung gewandt, die die Teerarbeiten mit Skepsis beobachteten. Sie gingen davon aus, der Mittelstreifen solle vollständig entsiegelt und mit einer wassergebundenen Decke versehen werden.

Entsiegelung gefährdet Baumwurzeln

Tatsächlich hatte die Bezirksvertretung Rodenkirchen Ende Dezember 2018 mehrheitlich die Entsiegelung des Mittelstreifens beschlossen. Ende 2023 wurde dieser Beschluss jedoch einstimmig angepasst: Demnach soll ein etwa zwei Meter breiter Streifen im Mittelstreifen überasphaltiert werden. Zur Begründung hieß es damals, eine vollständige Entsiegelung würde den unter Schutz stehenden Baumbestand gefährden, da Eingriffe in das Wurzelwerk unvermeidbar wären. Am Bayenthalgürtel säumen zahlreiche alte Platanen, die unter Naturdenkmalschutz stehen, den Mittelstreifen. Die verbliebenen Randbereiche sollen, laut damaligem Beschluss, vom alten Asphalt befreit und mit Erde abgedeckt werden.

Auf eine Anfrage der Bezirksvertreter im vergangenen Jahr, warum die Sanierung bisher noch nicht stattgefunden habe, erklärte die Verwaltung dies mit personellen Engpässen und einer Vielzahl anderer höher priorisierter Maßnahmen. Die derzeitigen Arbeiten sollen Ende April abgeschlossen sein. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 82.000 Euro.

Die Lokalpolitiker hatten in ihrem Beschluss von 2023 ebenfalls gefordert, dass der Mittelstreifen im Anschluss an die Sanierung für Radfahrer gesperrt werden soll. Dazu erklärt die Stadt auf Nachfrage, dass eine Führung des Radverkehrs über den Mittelstreifen weder im Bestand vorgesehen war noch nach der Sanierung erfolgen soll.