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Spendenaktion in ZollstockKölner sammelt mit Tomaten Geld für krebskranke Kinder

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Günter Stadtfeld, Ehefrau Rosemarie, Nachbarin Christa Limbach und Monika Burger-Schmidt stehen mit Tomatenpflanzen in der Hand vor Pflanzregalen.

Günter Stadtfeld, Ehefrau Rosemarie, Nachbarin Christa Limbach und Monika Burger-Schmidt hoffen, dass mit der Tomaten-Aktion wieder eine schöne Spende für den Förderverein krebskranker Kinder in Köln zusammenkommt.

Ein Kölner Ehepaar unterstützt mit selbst gezüchteten Tomatenpflanzen den Förderverein krebskranker Kinder. 

„Der erste, der heute Morgen hier war, war ein Herr aus Ostheim. Er hat im letzten Jahr im „Stadt-Anzeiger“ von unseren Tomaten gelesen und sich daraufhin welche geholt. Heute hat er acht Pflanzen mitgenommen und 50 Euro dafür gegeben“, freut sich Günter Stadtfeld.

Köln-Zollstock: Tomaten-Spendenaktion für krebskranke Kinder

Der 71-Jährige zieht seit einigen Jahren Tomatenpflanzen heran, die er in seinem Schrebergarten in Zollstock gegen Spenden abgibt. Der Erlös geht an den Förderverein krebskranker Kinder Köln. „Jeder gibt, wie viel er will. Aber es ist noch nie jemand gekommen, der sich ganz viele Pflanzen für ganz wenig Geld nehmen wollte“, erzählt Stadtfeld.

Im letzten Jahr kamen so 5000 Euro zusammen. Dieses Jahr hat Stadtfeld mehr als 2500 Pflanzen und 31 verschiedene Sorten herangezogen. Sibirische Birne, rotes Ochsenherz, Balkonzauber, grüne, gelbe, weiße Tomaten – es ist alles dabei, was das Herz begehrt. „Die Leute mögen alle Sorten und sie schmecken auch wirklich fantastisch“, sagt Stadtfeld.

Jeder gibt, wie viel er will. Aber es ist noch nie jemand gekommen, der sich ganz viele Pflanzen für ganz wenig Geld nehmen wollte.
Günter Stadtfeld

Die Tomaten sind seine Leidenschaft, aber die Spendenaktion ist auch viel Arbeit. Tatkräftig unterstützt wird der ehemalige Lokführer dabei von seiner Frau Rosemarie. Nach Silvester sammeln die beiden am Rheinufer Stäbe von Feuerwerksraketen, die sie als Stützen für die Pflanzen nutzen. Bevor die Arbeit mit den Pflanzen beginnt, beschriften sie jedes einzelne Pflanzentöpfchen sorgfältig mit dem Sortennamen, damit es keine Verwechslungen gibt.

Stadtfeld züchtet 31 verschiedene Tomatensorten im Schrebergarten

„Das ist die Arbeit im Winter“, berichtet Ehefrau Rosemarie. Anfang März kommen die Samen in Anzucht-Erde. „Dann ist unser Dachboden komplett voller Blumenkästen, zehn Tage später werden die Pflänzchen pikiert, also vereinzelt,“ erläutert Stadtfeld. Dabei hilft ihnen Nachbarin Christa Limbach, selbst begeisterte Hobbygärtnerin. „Das ist wirklich viel Arbeit, zusammen geht es schneller“, erzählt sie.

Die Stadtfelds zogen vor einigen Jahren von Zollstock nach Meschenich. Wenn die jungen Tomaten so weit sind, kommen sie in die Gewächshäuser im Schrebergarten. Dafür sind mehrere Fahrten nötig. Seit dem vergangenen Wochenende können die Pflanzen abgeholt werden.

Spenden gehen an Förderverein krebskranker Kinder in Köln

Unter den ersten Interessenten ist Monika Burger-Schmidt aus Bergheim. „Ich will unbedingt wieder die Tomaten haben wie im letzten Jahr. Die waren unglaublich lecker, süß und aromatisch, ich habe sie immer gleich aus unserem Hochbeet genascht“, erzählt sie. „Das war die sibirische Birne“, weiß Stadtfeld.

Burger-Schmidt freut sich nicht nur über die Tomatenpflanzen, sondern über die ganze Aktion, denn sie ist Geschäftsführerin des Fördervereins für krebskranke Kinder. „Es ist einfach toll, dass Herr Stadtfeld sich so viel Mühe macht und uns seit Jahren unterstützt. Wir finanzieren uns nur über Spenden, von daher sind wir auf Hilfe wirklich angewiesen“, erklärt sie.


Am Samstag, 6. Mai, werden die Stadtfelds mit ihren Tomatenpflanzen am Kloster der Benediktinerinnen in der Brühler Straße 74 in Raderberg stehen, ab 10 Uhr, solange der Vorrat reicht. Wer im Schrebergarten vorbeikommen will und den Weg noch nicht kennt, kann sich bei Stadtfeld telefonisch unter 0173 630 9666 melden oder per E-Mail unter stadtrose@gmx.de. Ende Mai wird er den Erlös der Tomaten-Aktion an den Förderverein übergeben. #guenterstomaten

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