Weniger Gruppen als im Vorjahr, doch der guten Stimmung am sonnigen Karnevalssonntag tat das beim Veedelszug in Sürth keinen Abbruch.
Zoch in SürthDie Maikönigin fährt im Fass mit

In Sürth ist traditionell auch die Maikönigin Emma auf dem Wagen der Dorfgemeinschaft dabei.
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Nach einer guten halben Stunde war der kleine Vorortszoch in Sürth schon vorbei. Fast 400 Teilnehmer weniger als im letzten Jahr, gut 600 Jecke, zogen pünktlich ab 11.11 Uhr, mit 27 Gruppen, durch Sürth. „Eigentlich ist hier alles wie immer“, erklärte Zugleiter Michael Habermann von der Interessengemeinschaft Sürther Karnevalszug von 1969. Dass es weniger Teilnehmer sind als noch im Vorjahr liegt auch daran, dass einige Gruppen einen Sprint Richtung Rodenkirchen hinlegen, wo ab dem frühen Nachmittag die nächste Teilnahme wartet. Einen besonderen Auftritt gaben in diesem Jahr die Mitarbeiter der AWB, die sich offensichtlich an der Pünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel orientierten und zu spät am Aufstellungsort am Linde-Parkplatz eintrafen, um dem Jeckentross über den Heidelweg, die Hammerschmidtstraße, Sürther Hauptstraße bis zur Bergstraße hinterherzufahren, um direkt aufzuräumen. Der Zug musste deshalb kurzerhand für knapp zehn Minuten unterbrochen werden.
Die Stimmung war dennoch fröhlich. Besonders die vielen kleinen Gäste, wie die jüngsten Teilnehmer der Kita miteinander leben, hatten Spaß, ihre Kamelle aus dem Büggel den Jecken am Rand gleich selbst zu überreichen. Traditionell dabei ist auf dem Wagen der Sürther Dorfgemeinschaft die Maikönigin Emma. Mit großem Aufgebot lief die Kindergruppe „Flägelskäppchen“ von der KG Löstige Flägelskappe durchs Dorf, die sich erst vor drei Jahren gegründet hat. Für Habermann war es besonders schwierig, Musikkapellen für den Zug zu gewinnen. Es war ihm aber gelungen. Im kurzen Zoch waren vier Musikgruppen vertreten. Zum krönenden Abschluss fuhr das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen, Prinz André I, Bauer Alex und Jungfrau Tanja, durchs Dorf. Auch das Trifolium wird am frühen Abend noch im Nachbarort, in Rodenkirchen, erwartet.


