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Tempo 30 im Herzstück von Höhenhaus

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Anwohner der Straße Im Weidenbruch fordern durchgehend Tempo 30 von der Berliner Straße bis zum Thuleweg.

Höhenhaus – Tempo 30 möglichst über die gesamte Länge, zumindest aber auf mehreren gefährlichen Abschnitten der Straße Im Weidenbruch: 94 Bewohner haben diese Forderung in einer Bürgereingabe an die Stadt unterschrieben. Die Bezirksvertretung Mülheim diskutierte darüber bei ihrer jüngsten Sitzung intensiv – auch weil die Stadtverwaltung empfahl, den Antrag abzulehnen.

Unmittelbare Anwohner beklagen, dass der Weidenbruch in letzter Zeit immer mehr zu einer Durchgangsstraße geworden sei. Dabei habe nicht nur die Verkehrsmenge zugenommen, sondern auch die Durchschnittsgeschwindigkeit.

Auch das erhöhte Aufkommen von LKW ist ein Problem: Es kommt vor allem an den Kreuzungen Honschaftsstraße und Thuleweg, aber auch am Fußgänger-Übergang zwischen den beiden Supermärkten von Rewe und Penny zu Gefährdungen. An den Supermärkten fordern die Antragsteller nicht nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern auch eine Straßenverengung.

Eine Radaranlage, wie sie schon in der Honschaftsstraße vor der Johannesschule existiert, sei ebenfalls sinnvoll. „Für alle Betroffenen in unserer Straße wären die oben angeführten Maßnahmen hilfreich, um ein gesicherteres Miteinander zu schaffen“, baten die Anwohner.

Da die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme eine Ablehnung empfohlen hatte, rückten die Anlieger von ihren Maximalforderungen ab, beharrten aber darauf, wenigstens auf Teilstücken eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen: „Wir fordern keine allgemeine Tempo-30-Zone, aber ein Limit zumindest dort, wo Bebauung existiert.“ Das betreffe im Wesentlichen den Abschnitt zwischen Honschaftsstraße und Thuleweg.

„Ich würde ja sofort Tempo 30 einrichten, doch dazu bedarf es triftiger Gründe wie Lärmbelästigung“, bedauerte Winfried Seldschopf (Grüne). Er schlug aber vor, existierende 30er-Bereiche wie an der Förderschule auszuweiten. Berit Kranz (SPD) sah es ähnlich. Das betreffende Gebiet sei das Herzstück von Höhenhaus. Um die Lebensqualität dort zu verbessern, sei es angebracht, die Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren. Sie widersprach den Ausführungen der Verwaltung, dass es diesen Bedarf dort nicht gebe: „Ich sehe insbesondere Schüler und Senioren gefährdet.“

Darum plädiere sie für einen Ortstermin. Bezirksvertreter, Anwohner und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen die Lage gemeinsam analysieren und prüfen, wo Einschränkungen wie Fahrbahnverengungen möglich sind. Bezirksbürgermeister Fuchs schlug daraufhin vor, noch keine Entscheidung zu treffen und einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.

Winfried Seldschopf, (Grüne)