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Auto stehen lassenSo bereiten Sie sich auf den frostigen Wochenstart in NRW vor

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Ein Räumdienste in Einsatz.

Auch im Umland von Köln muss mit gefrierender Kälte gerechnet werden.

Zwar besteht kein Grund zur Besorgnis, dennoch können Sie mit entsprechenden Vorkehrungen Schlimmeres vermeiden.

Der Winter hält Köln weiterhin auf Trab. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Nacht zum Montag, dem 12. Januar 2026, eine dringende Warnung vor Glatteis herausgegeben. Von Mitternacht bis etwa 10 Uhr morgens droht überfrierender Regen, der auf den kalten Böden zu gefährlichem Blitzeis führt.

In Köln und ganz Nordrhein-Westfalen könnten die Temperaturen bis auf minus 7 Grad fallen. Sorgen macht den Meteorologen eine Warmfront, die nach einer Phase mit strengem Frost viel Regen bringen könnte. Das könnte zu einem Verkehrschaos, Unfällen und Schulausfällen führen. Das Schulministerium hat bereits angekündigt, dass der Präsenzunterricht landesweit ausfällt. Es werde lediglich eine Notbetreuung angeboten.

Winter in NRW: Schulen bleiben am Montag geschlossen

Die Deutsche Bahn rechnet für Montag nur mit kleineren Einschränkungen durch gefrierenden Regen. Es sei nicht davon auszugehen, dass es erneut so große Probleme wie am Freitag und Samstag geben könnte, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl.

Es besteht kein Grund zur Besorgnis, dennoch sollten Sie Vorkehrungen treffen. So bereiten Sie sich am besten vor, um sicher durch die Nacht und den nächsten Morgen zu kommen.

1. Winterreifen prüfen und wechseln

Winterreifen sind der beste Schutz gegen Glätte. Überprüfen Sie den Profiltiefstand: Empfohlen werden mindestens 4 mm, gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 mm. Wenn Ihre Reifen abgenutzt sind, zögern Sie nicht. Viele Autohäuser in Köln bieten schnelle Wechseltermine an. Als unser Versicherungspartner profitieren Sie von Rabatten auf Winterreifen-Sets. Bedenken Sie: Bei Unfällen ohne passende Bereifung könnte Ihre Versicherung die Leistung kürzen. Unser Tipp: Testen Sie die Bremsen auf einem sicheren Untergrund, bevor Sie losfahren.

2. Salz streuen und Wege sichern

Streuen Sie Salz oder Splitt auf Gehwegen, Einfahrten und Treppen. Die Abfallbetriebe Köln (AWB) starten bereits um 2 Uhr mit Großeinsätzen auf Straßen. Private Flächen müssen jedoch von Ihnen selbst geräumt werden. Kaufen Sie Vorräte in Baumärkten. Ideal ist umweltfreundliches Streusalz. Für Mieter: Klären Sie mit dem Vermieter, wer streut. So vermeiden Sie Haftungsrisiken und teure Schadensfälle bei Stürzen.

3. Alternativen zum Autofahren wählen

Lassen Sie das Auto stehen! Nutzen Sie den ÖPNV. Die KVB-Busse und Bahnen sind winterfest, rechnen Sie aber mit Verspätungen. Apps wie Moovit helfen mit Echtzeit-Updates weiter. Homeoffice oder Fernunterricht sind besonders bei Schulausfall super Optionen. Für Notfälle: Carsharing mit Elektroautos ist eine gute Option, da diese oft besser auf Glätte reagieren. Als Versicherung raten wir: Dokumentieren Sie Schäden sofort, falls es zu einem Unfall kommt. Fotos und Zeugen sind dabei sehr hilfreich.

Weitere Vorkehrungen

Laden Sie Warn-Apps wie „NINA” oder „WarnWetter” herunter. Halten Sie Notfallsets bereit. Dazu gehören Decken, eine Thermosflasche und ein Handy-Ladegerät. Denken Sie auch an Ihre Haustiere und unternehmen Sie Spaziergänge nur mit Vorsicht. Ab Montagmittag taut es auf, mit Temperaturen bis zu 9 Grad im Südwesten.

Die frisch verschneiten Landschaften werden dann verschwinden. Regional kann es nach der DWD-Prognose nur noch in Bayern und im Osten noch bis in den Dienstag hinein gefrierenden Regen geben. „Am Mittwoch tagsüber hat sich der Winter so weit aus Deutschland verabschiedet und die Brechstange wieder eingepackt“, sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Richtiges Winterwetter sei dann vorerst nicht mehr in Sicht. (mbr)