Nach einer Fernsehdiskussion wird eine Forscherin mit Anfeindungen im Internet konfrontiert. Die Grenze zwischen realer Gefahr und Einbildung verschwimmt.
Hass im NetzZDF-Film „Eine bessere Welt“ zeigt die Spirale der Gewalt

Der Spielfilm «Eine bessere Welt» ist am 23. März um 20.15 Uhr im ZDF-Fernsehen zu sehen und bereits im ZDF-Streamingportal verfügbar.
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Das Leben der Forscherin Elena, dargestellt von Peri Baumeister, gerät im aktuellen ZDF-Film „Eine bessere Welt“ außer Kontrolle. Sie wird zur Zielscheibe einer weitreichenden Hetzkampagne im Netz, nachdem sie in einer Fernsehsendung ihr Buch über die Klimakrise präsentiert hat. Die Produktion verdeutlicht die bedrückenden Konsequenzen von digitaler Aggression und ist am Montag, 23. März, um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen sowie schon jetzt in der Mediathek abrufbar.
Elenas Teilnahme an der von Dunja Hayali geleiteten Talkshow findet zwar großen Anklang, doch im Anschluss an die Ausstrahlung erhält sie eine Warnung von der Gastgeberin. Diese schildert die Problematik, weibliche Personen für öffentliche Auftritte zu gewinnen. Hayali empfiehlt Elena, sich für eine Weile aus dem Internet zurückzuziehen. Die Bemerkung einer Make-up-Artistin unterstreicht das Risiko: „Das ist meistens noch schlimmer.“
Anfeindungen nach dem Fernsehauftritt
Dieser Empfehlung kommt Elena jedoch nicht nach und sieht sich im Netz mit massiven Anfeindungen konfrontiert. Laut Informationen der dpa richten sich die gehässigen Bemerkungen nicht allein gegen ihre thematischen Standpunkte, sondern attackieren ebenso ihre Erscheinung und ihren Charakter. Die Anfeindungen sind allerdings nicht nur auf den virtuellen Raum begrenzt.
Schon bald manifestieren sich die Konsequenzen in ihrem Alltag. Ihre Universität kündigt den Lehrauftrag, sie wird mit dem Tod bedroht und hat das ständige Gefühl, unter Beobachtung zu stehen. Die Lage verschärft sich, als die familieneigenen Hühner tot im Garten entdeckt werden, ein Unbekannter das Grundstück betritt und schlussendlich das Restaurant ihres Mannes Deniz (Serkan Kaya) in Brand gerät. Ihre Strafanzeigen bei den Behörden führen zu keinem Ergebnis und die Verfahren werden eingestellt.
Reale Bedrohung oder Paranoia?
Es stellt sich vermehrt die Frage, ob die Gefahren wirklich existieren oder lediglich Elenas Einbildung sind. Ihre Kinder werden durch ihre übersteigerte Ängstlichkeit verschreckt, und eine unbegründete Anschuldigung führt zum Verlust ihres verbliebenen Rückhalts. Für das Publikum bleibt offen, ob Elena paranoid geworden ist oder ob die virtuelle Aggression tatsächlich solche realen Ausmaße annimmt.
Genau diese Mehrdeutigkeit macht die Qualität der Produktion aus. Sie thematisiert das Leiden eines Betroffenen von Anfeindungen im Internet und macht deutlich, wie aus Online-Kommentaren eine tatsächliche Gefahr für die körperliche Unversehrtheit entstehen kann. Zugleich wird die Perspektive der Protagonistin hinterfragt, ehe eine unerwartete Entwicklung zum Schluss Aufklärung schafft. Ergänzend sendet das ZDF im direkten Anschluss um 22.15 Uhr die Dokumentation „Hass im Netz: Eine bessere Welt“. (red)
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