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Sparzwang beim MDRSender will ARD-Mittagsmagazin aus Kostengründen abgeben

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MDR

Der MDR will sich aus Kostengründen vom ARD-Mittagsmagazin trennen. (Symbolbild)

Der MDR erwägt aus Kostengründen, das ARD-Mittagsmagazin ab 2027 abzugeben. Der NDR könnte die Produktion übernehmen.

Aus Kostengründen erwägt der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), die Verantwortung für das ARD-Mittagsmagazin ab dem Jahr 2027 abzugeben. Eine Bestätigung entsprechender Meldungen in den Medien erfolgte durch den Sender, der mitteilte, sich diesbezüglich schon „in Gesprächen innerhalb der ARD“ zu befinden.

Grund für diesen Schritt ist die von den Bundesländern nicht umgesetzte Anhebung des Rundfunkbeitrags, die für den MDR zu einer signifikanten Reduzierung des Budgets führt. Ein Sprecher der Anstalt erklärte: „Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang unserer Programmangebote auswirken werden.“ Parallel dazu sei es die Absicht, die Kompetenzen des MDR als in der Region verwurzeltes Medienunternehmen zu erhalten. Zuerst sollen nähere Einzelheiten intern mit dem Rundfunkrat sowie dem Verwaltungsrat des MDR erörtert werden.

Übernahme durch den NDR denkbar

Über die künftige Ausrichtung des Formats wird bereits im Verbund der ARD beraten. Nach Angaben des MDR deutete der Norddeutsche Rundfunk (NDR) an, die Herstellung des Mittagsmagazins bei Bedarf zu übernehmen.

Darüber hinaus plant der MDR, ab 2027 das Magazin „MDR um 2“ nicht mehr in seiner linearen TV-Form weiterzuführen. An dessen Stelle ist die Umwandlung in ein Streaming-Angebot für regionale Inhalte vorgesehen. Ein solches Angebot entspreche, laut dem Sprecher, „heutigen und künftigen Mediennutzungsgewohnheiten wesentlich besser“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.