Abo

Noel Gallagher im Kölner PalladiumAlle warten auf die Oasis-Hits

Lesezeit 2 Minuten
Pic Noel Gallagher 160416

Noel Gallagher spielte im Palladium.

Köln – Noel Gallagher hat gar keinen so leichten Stand. So ist das meistens mit den Sängern populärer Ex-Bands, die nach dem Ende der Gruppe eine Solo-Karriere starten. Da können die Soloalben noch so gut sein, auf den Konzerten wartet dann doch jeder nur auf die alten Hits von damals.

Bei Gallagher und seiner Band „High Flying Birds“ ist das am Freitagabend im Kölner Palladium nicht anders. Das heißt jedoch nicht, dass die Solo-Songs des ehemaligen Oasis-Kopfes in irgendeiner Weise schlecht sind. Das beweist schon der Auftakt mit „Everybody’s on the Run“, von Gallaghers erstem Soloalbum „Noel Gallagher’s High Flying Birds“. Das weiß auch das Publikum und feiert den Briten auch bei „Lock all the Doors“, „In the Heat of the Moment“ und „Riverman“.

Ausrasten bei „Champagne Supernova“

Es dauert bis zum fünften Lied, ehe der 1967 im Großraum Manchester geborene Gallagher mit „Talk Tonight“ das erste Mal auf den Oasis-Fundus zurückgreift. „Champagne Supernova“ vom 1995 veröffentlichten Album „What’s the Story Morning Glory“ bringt das Palladium dann ein erstes Mal richtig zum Ausrasten.

Alles zum Thema Konzerte in Köln

Die Hälfte der Stücke, die Gallagher an diesem Abend spielt, stammen aus der Oasis-Zeit. Es ist  auch Gallaghers gutes Recht, auf viele Oasis-Lieder zu setzen. Schließlich sind das auch seine Songs. Das war die Bedingung unter der Noel Gallagher Anfang der 90er-Jahre der Band seines Bruders Liam beigetreten ist: Er schreibt alle Songs, alles hört auf sein Kommando. 2009 verließ Noel Gallagher die Band, nachdem er sich wiederholt mit seinem Bruder Liam überworfen hatte. Wenig später war Oasis Geschichte, wird aber als die wohl erfolgreichste Britpop-Band der Geschichte in Erinnerung bleiben.

Irritation bei „Wonderwall“

Im Palladium erwachen die alten Songs wieder zum Leben. Es dauert jedoch bis zur Zugabe, bis Gallagher mit „Wonderwall“ einen seiner ultimativen Mitsing-Hits spielt. Und dann singt er den Song auch noch in einer leicht abgewandelten Version, was das Publikum doch leicht durcheinanderbringt. Beim Abschluss mit „Don’t look back in Anger“ erfüllt er jedoch den Wunsch des Publikums und lässt es sich noch einmal die Seele aus dem Leib brüllen.

KStA abonnieren