Regisseur Roland Emmerich schließt eine Rückkehr nach Deutschland aus. Bei einer Eskalation unter Trump würde er die USA verlassen.
Sorge vor Donald TrumpRegisseur Emmerich spricht über einen möglichen Weltkrieg

Katastrophenfilme haben ihn groß gemacht - Blockbuster-Regisseur Roland Emmerich.
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Eine Rückkehr nach Deutschland schließt der für seine Katastrophenfilme bekannte Regisseur Roland Emmerich (70) aus. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg äußerte Emmerich: „Nein, wenn dann London. Ich habe ein Haus in London. Das ist total schön“. Als eine Begründung nannte er die englische Sprache, die dort verwendet wird. Der in Stuttgart geborene Filmemacher erklärte: „Ich bin jetzt 36 Jahre in Amerika, also länger in Amerika als in Deutschland“. Jedoch besäßen er und sein Ehemann weiterhin die deutsche Staatsbürgerschaft.
Ein Verlassen der USA sei bei einer Eskalation der politischen Situation denkbar. Mit einer deutlichen Unterbrechung merkte Emmerich an: „Wenn Trump den Weltkrieg anfängt, dann ...“, und fügte hinzu: „wie auch immer.“ Diese Entwicklung hoffe er allerdings zu vermeiden.
Berufung Filmemachen: Zwischen Leidenschaft und Leistungsdruck
Emmerichs Werk „Independence Day“, das eine Invasion von Außerirdischen thematisiert, wurde vor drei Jahrzehnten im Kino veröffentlicht. Die Signifikanz des Films begründet sich dadurch, dass „es mein erfolgreichster Film ist“. Er empfinde es als großartig, dadurch eine berufliche Laufbahn begonnen zu haben, die ihm hauptsächlich Freude bereite. Er sagte dazu: „Ich habe gedacht, dass das ein Hobby ist. Und ich will das auch als Hobby behalten.“ Im Rhythmus von ein bis zwei Jahren realisiert er weiterhin neue Filmprojekte.
Zwar habe die fortschreitende Technik und Digitalisierung die Filmproduktion erleichtert, gleichzeitig sei sie aber auch anspruchsvoller geworden, „weil der Druck höher wird“. Es bestehe die Notwendigkeit, dass die Produktionen finanziell rentabel sind. Emmerich führte aus: „Der Erfolg ist wichtiger. Wenn du zwei, drei Filme gedreht hast, die nicht so funktionieren, kann man es vergessen. Das ist schon ganz schön knallhart, was man da so erlebt.“
Politische Themen und Künstliche Intelligenz im Film
Die Realisierung politischer Filme sei während der Amtszeit von Donald Trump herausforderender gewesen als zuvor. Er fügte hinzu: „Da muss man warten, bis Trump weg ist.“ Emmerich reagierte mit Lachen auf die Anmerkung, ob er erneut das Weiße Haus in einem seiner Werke zerstören wolle. Seine Antwort lautete: „Ich habe das schon so oft gemacht.“ Dies sei zwar beinahe schon ein bekanntes Motiv, besitze aber dennoch eine erhebliche symbolische Wirkung. Er betonte: „Das heißt was.“
Bisher habe er in seinen Produktionen auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verzichtet. Allerdings könne man diese Technologie nicht gänzlich ignorieren. Er stellte klar: „Wenn es nötig ist, werde ich das benutzen.“
Reisen, persönliche Vorlieben und die OMR-Messe
Er vermisse heutzutage die beruflichen Reisen. Er erklärte: „Heutzutage reist du nicht mehr. Nur noch für ganz, ganz große Filme.“ Zur privaten Entspannung unternimmt Emmerich Reisen. Er beschrieb dies mit den Worten: „Dann bin ich auf meinem Boot und schippere durch die griechischen Inseln. Ich habe ein sehr schönes altes Boot.“ Bei dem hölzernen Motorboot handle es sich um ein Fabrikat aus dem Jahr 1931.
Rückblickend auf seine ausgedehnte Laufbahn im Filmgeschäft bedauere er keine seiner Produktionen. Seine Begründung: „Die sind alle unterschiedlich gemacht.“ Dennoch gebe es einen Favoriten: den Film „Anonymus“ von 2011. Dieser Politthriller behandelt die Frage, ob William Shakespeare tatsächlich der Urheber seiner Werke war. In Hamburg tritt Roland Emmerich als einer der Keynote-Speaker bei der Onlinemarketing- und Digitalmesse OMR auf. Seine Filmografie umfasst zudem bedeutende Werke wie „The Day After Tomorrow“, „The Patriot“ und „Godzilla“.
Beim OMR-Festival in Hamburg sind für Mittwoch unter anderem die Auftritte von Heidi Klum und dem früheren Football-Profi Tom Brady angekündigt. (dpa/red)
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