Die vierte Staffel von „The White Lotus“ zieht an die Côte d’Azur und nimmt die Filmbranche selbst aufs Korn.
Glamour, Geld und IntrigenWas wir über die neue „White Lotus“-Staffel wissen

Nach Hawaii, Sizilien und Thailand verlagert sich die Handlung der vierten Staffel von «The White Lotus» an die Côte d'Azur, unter anderem nach Saint-Tropez. (Archivbild)
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Die amerikanische Produktion „The White Lotus“, berühmt für ihre Thematisierung von Begierde, Reichtum, Einfluss und Narzissmus, verlegt ihren Handlungsort für die vierte Staffel. Nach Hawaii, Sizilien und Thailand dient nun die Côte d’Azur als Kulisse. Während des laufenden Filmfestivals in Cannes wurden bereits erste Darsteller und Filmteams gesichtet.
Der kanadische Darsteller Alexander Ludwig („Die Tribute von Panem – The Hunger Games“) ist Berichten des US-Fachblatts „Variety“ zufolge bei Dreharbeiten in Cannes gesehen worden. Ein Video, das auf der Online-Plattform X geteilt wurde, dokumentiert den 34-Jährigen im schwarzen Anzug an der Croisette. Vorherige Filmaufnahmen gab es bereits im Küstenort Saint-Tropez, wo unter anderem das Luxushotel Château de la Messardière als Drehort diente. Paris ist ebenfalls als weiterer Schauplatz geplant.
Handlung und Produktionsdetails der vierten Staffel
Die Handlung der vierten Staffel thematisiert die Filmbranche selbst, indem zwei konkurrierende Filmcrews in Cannes aufeinandertreffen. Zentrale Motive sind dabei Geltung, Wettbewerb und das Erscheinen zur passenden Zeit. Zudem nimmt der Umfang der Produktion zu: Wie „Variety“ meldet, wird die neue Staffel mit einem Budget von etwa 120 Millionen Dollar die bisher kostspieligste sein. Ein Veröffentlichungstermin ist noch unbestimmt, wobei Ende 2026 oder 2027 als möglich gelten.
Das Kernkonzept der Reihe wird beibehalten: Es handelt sich um eine Satire, die das Leben der Oberschicht in exklusiven Hotels beleuchtet, und gleichzeitig um eine Schwarze Komödie, die soziale Gepflogenheiten und Benehmen thematisiert.
Das Ensemble: Internationalität und eine Umbesetzung
Für die Besetzung wurde eine internationale Auswahl französischer und englischsprachiger Darsteller getroffen, darunter Vincent Cassel, Laura Smet, Steve Coogan und Kumail Nanjiani. Die Strategie dahinter ist, durch etablierte Stars Wiedererkennungswert zu schaffen und mit aufstrebenden Talenten frische Impulse zu setzen.
Eine plötzliche Änderung im Ensemble erregte zusätzliches Aufsehen: Die US-Schauspielerin Laura Dern („Marriage Story“) ersetzt die britische Darstellerin Helena Bonham Carter („The King's Speech“). Als Grund für den Wechsel nannte die Produktion künstlerische Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Rollenauslegung, nicht aber persönliche Auseinandersetzungen. Infolgedessen wurde der Charakter konzeptionell überarbeitet und die Rolle neu vergeben.
Die Bedeutung der Drehorte
In „The White Lotus“ fungieren die Schauplätze nicht nur als Hintergrund. Jeder Ort verleiht der jeweiligen Staffel einen spezifischen soziokulturellen Kontext. Hawaii thematisierte beispielsweise die Kolonialvergangenheit, Sizilien beleuchtete die Reibungen zwischen der etablierten europäischen Oberschicht und wohlhabenden Gästen aus Amerika. Die Staffel in Thailand konzentrierte sich auf die Ambivalenzen des weltweiten Tourismus.
Die Wahl der Côte d’Azur für die vierte Staffel bewirkt eine erneute Fokusverlagerung: Die Orte Saint-Tropez, Cannes und Paris symbolisieren hierbei Glanz, gesellschaftliches Ansehen und Selbstdarstellung.
Das Erfolgsrezept der Serie
Zunächst wirkt die Serie wie ein opulentes Reality-TV-Format mit reichen Gästen, einem exotischen Hotel und der unausweichlichen Erwartung einer Eskalation. Der Schöpfer der Serie, Showrunner Mike White, der auch als Regisseur tätig ist, kombiniert diesen unterhaltsamen Aspekt mit präzisen gesellschaftlichen Analysen. Fokussiert werden dabei pointiert gezeichnete Charaktere, scharfsinnige Dialoge und sich wiederholende Machtdynamiken.
Die starke Verbreitung der Serie in sozialen Netzwerken ist unter anderem auf ihre prägnanten Dialoge zurückzuführen. Zitate aus der dritten Staffel wie „Ich glaube nicht, dass ich in diesem Alter für ein unbequemes Leben gemacht bin“ besitzen einen hohen Wiedererkennungswert und eignen sich hervorragend zum Teilen. (dpa/red)
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