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Leserbriefe zum Anwohnerparken„Wie soll der gebeutelte Kölner Bürger das bezahlen?“

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Parkautomat im Bewohnerparkgebiet Belgisches Viertel, an dem Nicht-Anwohner Parktickets kaufen müssen. 

Reker: 30 Euro für Par­ken lä­cher­lich – Künftige Kosten für Anwohnerparkausweise stehen noch nicht fest (11.10.)

Anwohnerparkkosten müssen für alle Kölner Bürger vertretbar sein

Hätte ich das Jahressalär von Frau Reker, könnte ich das Anwohnerparken für 30 Euro jährlich auch lächerlich finden! Ich war eigentlich der Meinung, dass die Oberbürgermeisterin alle Kölner Bürger vertritt. Also auch die Bürger, die derzeit unter den hohen Energiepreisen leiden und nun eine Erhöhung der Preise fürs Anwohnerparken nun wirklich nicht auch noch gebrauchen können. Leider rennt auch Frau Reker blind dem „Verkehrswende-Zeitgeist“ der Grünen im Rat in recht arroganter Weise hinterher.Wolfgang Pelzer Köln

Anwohnerparkausweis garantiert noch keinen Parkplatz

Laut Aussage von Frau Reker ist die Gebühr für den Bewohnerparkausweis in Köln lächerlich gering und soll deshalb drastisch erhöht werden. Wen interessiert schon, wie der gebeutelte Kölner Bürger das bezahlen soll? Und wenn man einen Bewohnerparkausweis hat, heißt das ja noch lange nicht, dass man dann auch einen Parkplatz findet. Man wohnt zwar in einer Anwohner-Parkzone und kann für kleines Geld parken. Man muss aber zur Arbeit, Kinder zur Schule oder Kita fahren – weil es in der Nähe weder Job, Schule noch Kita gibt – und Großeinkäufe transportieren.

Abends holt man die Kinder oder den Partner von Veranstaltungen ab, da man sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher fühlt. Aber all das interessiert Frau Reker nicht. Sie hat einen Parkplatz oder einen Bodyguard. Gerade jetzt mit solch radikalen Erhöhungen zu kommen, ist unglaublich. Aber mit uns Autofahrern kann man es ja machen – wir brauchen das Auto und müssen daher die hohen Spritpreise und die Parkgebühren bezahlen, da es keine Alternative gibt.Brigitte Baum Köln

Autofreies Veedel nicht mit der Brechstange umsetzen

„Wen die Götter vernichten wollen, den schlagen sie zuerst mit Wahnsinn.“ Scheinbar hat es gewisse kölsche Parteien erwischt; anders ist es nicht zu erklären, dass Grüne, CDU und Volt in Zeiten einer Pandemie, die die Bürger finanziell stark trifft, explodierender Energiekosten und – bedingt durch die Ukrainekrise – stark steigender Lebensmittelpreise die Bürger auch noch mit einer Erhöhung der Anwohnerparkpauschale überraschen.

Wäre die Lage nicht so ernst, könnte man in Deutz mittlerweile täglich „alaaf!“ rufen. Ich erwarte von den Kommunalpolitikern eine Politik, die sich an den wahren Bedürfnissen der Bürger und ihren finanziellen Möglichkeiten orientiert und Kostensteigerungen verträglich umsetzt. Die Ideologie vom autofreien Veedel ist zukunftsorientiert und nicht mit der Brechstange umzusetzen. Diese Art ist nicht im Sinne der Bürger!Dieter Klein Köln

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Stufenmodell für Anwohnerparkkosten

Sehr gut, dass höhere Anwohnerparkkosten in den Fokus kommen. Es ist dringend nötig. Man sollte einmal überlegen, die Anwohnerparkkosten ausgehend vom Gewicht der Fahrzeuge in drei Kostenstufen festzulegen. Das hätte viele Vorteile und nähme der FDP den Wind aus den Segeln. Gerecht wäre es, für einen Kleinwagen 100 Euro, für ein größeres Auto 300 Euro und für Wagen der oberen Mittelklasse und Oberklasse 3000 Euro pro Jahr zu bezahlen. Damit wäre erreicht, dass „kleine“ Leute wenig belastet würden. Ich selbst fahre übrigens einen SUV, nicht wegen der Schnelligkeit, sondern wegen der Sicherheit. Mir kommt es nicht auf meinen persönlichen Vorteil an, sondern auf gerechte Kostenverteilung.Peter Reuter Köln

Ungünstiger Zeitpunkt zur Erhöhung der Anwohnerparkkosten

Jetzt sind es nicht die Parkplätze, die wegfallen, nun müssen die Bürger für das Parken vor ihrer Haustüre erneut tiefer in die Tasche greifen – egal ob die Energiepreise ins Unermessliche steigen oder nicht. Wann stoppen Sie diesen Unsinn, Frau Reker? Die ganzen Maßnahmen mit halb fertigen Radwegen sind doch nur für die Optik. Wer zahlt eigentlich Steuern, die Autofahrer oder die Radfahrer? Es wäre doch gerecht, wenn für die Drahtesel und die Lastenfahrräder Steuern erhoben würden. Denn wer zahlt für die Neuschaffung und den Unterhalt dieser Fahrradwege – doch der Bürger und Autofahrer!Wilhelm Hiertz Köln