Das Schulzentrum Am Hammer steht vor einer massiven Umgestaltung.
PCB-BelastungLinke schlägt neues Konzept für Leichlinger Schulzentrum vor

Die Sekundarschule ist stark PCB-belastet.
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Klaus Reuschel-Schwitalla, Vertreter der Linken im Stadtrat, und Matthias Ebecke, ehemaliger SPD-Fraktionschef und danach im alten Rat Fraktionskollege von Reuschel-Schwitalla in der Fraktion „Rot“, bringen einen weiteren Vorschlag für die Umgestaltung des Schulzentrums Am Hammer auf den Tisch: eine integrierte Sekundarschule mit starkem gymnasialem Zweig.
Hintergrund ist die anstehende Umgestaltung des Schulzentrums. Die Sekundarschule ist so stark PCB-belastet, dass ein Neubau schon beschlossen ist. Auch im Gymnasium dürften demnächst geltende Grenzwerte überschritten werden. Deshalb hatte der Rat beschlossen, noch mal komplett neu über etwaige Sanierungen und Neubauten zu beraten – und zwar mit Blick auf das gesamte Schulzentrum.
Die Schulgemeinschaften, deren Gebäude jeweils saniert oder neu gebaut werden, sollen in eine Containeranlage im Eicherhofsfeld umziehen. Das, so hatte die Stadt jüngst mitgeteilt, kostet aber 18,5 Millionen Euro. Das Land aber – und das ist die gute Nachricht – hatte der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass Neubauten dort komplett förderfähig seien. Und so könne man nach dem Vorschlag der Verwaltung die jeweilige Schulgemeinschaft in leer stehende Gebäude umziehen lassen, die jeweilige Schule neu bauen und die Schüler und Lehrkräfte zurückkehren lassen, ohne dass ein Interim notwendig ist. Die Politik soll in den kommenden Sitzungen dazu beraten.
Reuschel-Schwitalla und Ebecke wollen die Gelegenheit nutzen, um eine Schule für alle bauen zu lassen: „Statt der aktuellen Aufteilung in zwei separate Schulen mit jeweils eigener Verwaltung würde eine einzige, zentrale Schulverwaltung eingerichtet.“ Zentrales Element soll dabei der „gymnasiale Bildungsweg“ bleiben. So bleibe der gymnasiale Standard erhalten und man könne gleichzeitig „auf die vielfältigen Bedürfnisse der Lernenden eingehen“.
Von nur einer Verwaltung erhoffen sich die beiden „administrative Vorteile“, eine effizientere Raumnutzung und eine bessere Anpassung an schwankende Schülerzahlen. Doppelstrukturen fielen weg, der zusätzliche Raumbedarf des Gymnasiums könnte integriert werden. Die beiden formulieren: „Ein derartiges, echtes Schulzentrum würde Energie durch Synergien freisetzen und sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler von einer hochwertigen Bildung profitieren – unabhängig von ihrem individuellen Lernweg.“ (nip)

