Das Schulzentrum ist in Teilen PCB-belastet, die Stadt muss handeln.
Neue ErkenntnisseStadt Leichlingen setzt Schulzentrum wieder auf die Tagesordnung

Die Sekundarschule Leichlingen muss neu gebaut werden. (Archivfoto)
Copyright: Niklas Pinner
Die zu erwartenden Anpassungen der PCB-Richtlinien durch das Umweltbundesamt machen der Stadt Leichlingen bekanntlich zu schaffen. Das komplette Schulzentrum Am Hammer wird voraussichtlich neu geplant, der Neubau der Sekundarschule – dort ist die PCB-Belastung am höchsten – ist schon beschlossen. Aber auch im Gymnasium und in der Sporthalle der Sekundarschule werden die neuen PCB-Richtlinien überschritten, „sodass auch hier weitere, umfassendere Sanierungsarbeiten nötig werden“.
Der Rat hatte sich daraufhin verständigt, das Schulzentrum als Ganzes neu zu denken. Dazu gehörten Übergangslösungen für die Schulgemeinschaft während möglicher Neubau- und Sanierungsarbeiten. Konkret: Die Schülerinnen und Schüler sollen währenddessen in eine Containeranlage aufs Eicherhofsfeld. Zuerst die Kinder und Jugendlichen der Sekundarschule, und wenn deren neue Schule fertig ist, die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums.
Die Stadtverwaltung teilt jetzt mit, was Bau und Betrieb dieser Übergangscontainer kosten würden: satte 18,4 Millionen Euro. Überhaupt ist die Finanzierung dessen, was die neue PCB-Richtlinie in Leichlingen zur Folge hat, ein echter Brocken, für den es bisher keine Lösung gab. Auch im jüngst eingebrachten Haushaltsvorschlag ist dafür noch kein Geld eingestellt. Und es geht nicht nur um Schulen: Auch das in derselben Ära erbaute Rathaus ist PCB-belastet.
Alles zum Thema Hochwasser, Überschwemmung und Flut
- Wintersturm in Urlaubsregion Atlantikstürme ziehen über Iberische Halbinsel hinweg
- Unwetter Erdrutsch bedroht sizilianische Stadt - 1.500 evakuiert
- Erdrutsch in Italien Häuser stürzen in tiefen Krater – Bewohner auf der Flucht
- Neujahrsempfang Wiederaufbau nach der Flut wird in Bad Münstereifel noch Jahre dauern
Stadt Leichlingen prüft andere Wege
Also hat die Stadtverwaltung nach Fördermöglichkeiten gesucht und meldet „neue Erkenntnisse“: Das Land Nordrhein-Westfalen fördert über den Wiederaufbauplan nach der Flut, über den Leichlingen schon die Wiederherstellung der Dreifachhalle und der Aula bezahlt bekommt, auch Neubauten.
Deshalb will die Stadt das weitere Vorgehen erneut in den Rat bringen. Denn, so die Vorstellung der Verwaltung: Vielleicht wäre es doch möglich, eine Lösung auf dem Gelände des Schulzentrums zu finden, „ohne eine große Übergangsunterbringung zu benötigen“.
Es sei nämlich möglich, Sekundarschule, Gymnasium, Sekundarschulhalle, Dreifachhalle, Mensa und Aula aufeinander abgestimmt auf den vorhandenen Grundstücken neu zu bauen. Das habe man geprüft. Nacheinander, und zuerst die Sekundarschule, weil die PCB-Belastung dort am höchsten ist.
„Angesichts der immensen und potenziell vermeidbaren Kosten sowie der neuen Informationen zum Wiederaufbauplan scheint eine Überprüfung der Alternative durch den Rat angebracht“, heißt es aus dem Rathaus. Die Verwaltung will ihre Pläne den Gremien im Februar und März im Detail vorstellen. Am 23. März soll der Rat dann „eine Richtungsentscheidung“ treffen. Danach will die Verwaltung umgehend damit beginnen, die beschlossenen Pläne umzusetzen.
Die Schulleitungen seien über das Vorhaben informiert. „Schulen, Schulträgerin und Politik haben sich in den letzten Jahren bereits in vielen Gesprächen und Sitzungen mit der Zukunft des Schulzentrums beschäftigt. Diese konstruktiven Gespräche werden in den nächsten Tagen fortgesetzt“, so die Verwaltung.

