Abo

Haus nicht bewohnbar15 Personen bei Hochhausbrand in Meckenheim verletzt

2 min
Feuerwehrleute stehen Einsatzwagen und Drehleiter vor einem Hochhaus in Meckenheim.

In dem Hochhaus in Meckenheim brannte Unrat im Keller, doch der Rauch zog durch das gesamte Treppenhaus. 

Das Haus ist zunächst nicht bewohnbar. Alle 75 Bewohnerinnen und Bewohner müssen anderswo untergebracht werden.

In einem Hochhaus in Meckenheim ist am Montagabend (20. April) ein Kellerbrand ausgebrochen. Mehrere Personen wurden verletzt, das Gebäude musste geräumt werden. Die Adendorfer Straße war am Abend gesperrt.

Die Freiwillige Feuerwehr war um 17.54 Uhr alarmiert worden. Die ersten Fahrzeuge waren binnen kürzester Zeit vor Ort, denn das Feuerwehrhaus befindet sich direkt um die Ecke. Dichter Rauch drang aus dem Keller.

Unrat im Keller in Brand geraten - Alle Bewohner verließen das Haus

„Die Leute kamen uns alle entgegen, kurze Zeit später waren aber alle draußen und wir mussten niemanden mehr aus einer Notlage retten“, sagte Wehrleiter Fabian Althoff. Aufgrund der Größe des Gebäudes und der Personenzahl wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte angefordert.

„Im Keller brannte vor allem Unrat, ein Trupp hat unter Atemschutz einen Löschangriff vorgenommen“, sagte Althoff. Jedoch sei der Rauch durch das gesamte Treppenhaus gezogen. Die Feuerwehr brachte Hochdrucklüfter in Stellung, um ihn nach draußen zu blasen. Auf der Straße baute sie die Drehleiter auf, um Personen aus dem achten Stockwerk zu holen. „Sie waren nicht in Gefahr, aber sollten auch nach draußen. Da sie nicht gehfähig waren, haben wir sie mit dem Korb nach unten gebracht“, sagte Althoff.

Die Feuerwehr holt Bewohnerinnen mit der Drehleiter aus ihrer Wohnung im achten Stock, um sie nicht durch das verrauchte Treppenhaus tragen zu müssen.

Mit der Drehleiter holte die Feuerwehr immobile Bewohnerinnen aus ihrer Wohnung, damit sie sie nicht durch das verrauchte Treppenhaus tragen musste.

Währenddessen meldeten sich immer mehr Personen, die über Atemprobleme klagten. Sie hatten giftigen Rauch eingeatmet. Die Einsatzleitung löste einen sogenannten Massenanfall an Verletzen aus.

Meckenheim: 15 Personen verletzt, zwei kamen ins Krankenhaus

Neben mehreren Rettungswagen und Notärzten kamen auch der Leitende Notarzt des Rhein-Sieg-Kreises und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes hinzu. Die insgesamt 15 Patientinnen und Patienten wurden in einem bereitgestellten Bus betreut. Zwei Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften betreute die 15 Leichtverletzten.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften betreute die 15 Leichtverletzten.

Die Adendorfer Straße blieb bis zum späteren Abend gesperrt. Kreisbrandmeister Stefan Gandelau und Bürgermeister Sven Schnieber kamen zur Einsatzstelle, um die Koordination der Arbeiten zu unterstützen. In dem Haus sind 75 Personen gemeldet. Sie alle müssen jetzt durch das Ordnungsamt anderswo untergebracht werden. Das Haus ist nicht bewohnbar.