Seit rund fünf Tagen sind die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mondmission unterwegs – und haben jetzt eines der wichtigsten Etappenziele erreicht.
„Artemis 2“Astronauten erreichen Einflusssphäre des Mondes

Ein von einem Besatzungsmitglied der Artemis-II-Mission aufgenommenes und von der NASA bereitgestelltes Handout-Foto zeigt die Missionsspezialistin Christina Koch, wie sie am 2. April 2026 durch das Fenster des Orion-Raumschiffs zurück auf die Erde blickt.
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Die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. „Orion“ sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Die Crew – bestehend aus den US-Astronauten Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman sowie dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen – ist derzeit als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren auf dem Weg zum Mond. Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mond-Mission der Nasa, Glover der erste schwarze Mensch und Hansen der erste Kanadier.

Crewmitlglieder Jeremy Hansen (v.l.n.r.), Astronaut der kanadischen Weltraumagentur, Astronautin Christina Koch, Missionsspezialistin aus den USA, Astronaut Victor Glover, Pilot aus den USA, und Astronaut Reid Wiseman, Kommandant aus den USA, nehmen an einer Pressekonferenz vor der „Artemis 2“-Mission teil. (Archivbild)
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Sie waren in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) an Bord der „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben. Rund 24 Stunden später verließen sie mit einem speziellen Manöver die Erdumlaufbahn.
Crew hat ereignisreiche Stunden vor sich
„Artemis 2“ baut auf den Erfahrungen der unbemannten Mission „Artemis 1“ von 2022 auf. Der Flugverlauf von „Artemis 2“ gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die Crew soll nun um den Mond herumfliegen und am Samstag (MESZ) im Meer wieder auf der Erde aufkommen.
In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von „Orion“ hinter dem Mond verschwindet.
Zudem könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der „Apollo 13“-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf. (dpa)

