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Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
Instagram sperrt Profil von Vegan-Koch Hildmann

Attila Hildmann

Für die einen Regierungskritiker, für die anderen Verschwörungsideologe: Attila Hildmann

Bekannt wurde Attila Hildmann mit Vegan-Kochbüchern und Bio-Lebensmitteln. Zuletzt fiel der 39-Jährige jedoch vor allem mit kruden Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus auf. Die Verbreitung eben solcher hat nun einen Dämpfer erhalten: Instagram hat offenbar Hildmanns Profil gesperrt. Rund 68.000 Menschen folgten dem Kanal zuletzt.

Laut einem Screenshot, den Hildmann an die knapp 39.000 Abonnenten seiner Gruppe im Messenger-Dienst Telegram schickte, begründet Instagram die Sperrung des Kontos mit einer Verletzung der Nutzungsbedingungen. Worin genau diese bestand und ob die Sperre dauerhaft sein wird, ist unklar.

Attila Hildmann auf Instagram: Kritik, Werbung und wilde Thesen

Anlässe dürfte es viele gegeben haben. Zwischen Kritik an der Regierung und der Corona-Politik, Warnungen vor einer „neuen Weltordnung“ und Werbung für seine Produkte, postete Hildmann immer wieder Beiträge, die selbst einige seiner Anhänger zu Kritik bewegte. So verbreitete er unter anderem das Hashtag #killbillgates, posierte mit Waffen und bezeichnete Bill Gates als „Kinderf....er“. Mit dem Posten von Screenshots könnten auch Verstöße gegen Urheberrecht infrage kommen. Auch Facebook hatte zuvor bereits einzelne Inhalte von Hildmann entfernt.

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In dutzenden Beiträgen täglich versuchte Hildmann in den verganenen Wochen nach eigener Aussage eine vermeintliche Eliten-Verschwörung ans Licht zu bringen. Er warf Bill Gates vor, dieser wolle die Weltbevölkerung zwangssterilisieren und dezimieren und warnte vor einer drohenden Verchippung der Menschheit, mit der Gates unter anderem Gedankenkontrolle erreichen wolle. Seine Fans rief er immer wieder dazu auf zu demonstrieren.

Attila Hildmann: Kaufland und Co. verbannen Produkte aus Regalen

Zahlreiche Händler, die Hildemanns vegane Produkte vertreiben, haben mittlerweile die Zusammenarbeit aufgekündigt, sich von Hildmanns Aussagen distanziert und seine Ware ausgelistet. Darunter Ketten wie Kaufland, tegut und Vitalia.

Am Samstagnachmittag erschien Hildmann, wie schon in der Woche zuvor, zu einer Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Auch dort gab er seine Kritikpunkte und Thesen zum Besten – wenn auch vor deutlich weniger Publikum, als es ihm Instagram zuvor erlaubte.

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