Ein tödlicher Bärenangriff in Polen verunsichert Wanderer. Experten erklären, wie man sich bei einer Begegnung verhält.
Bären-Gefahr im UrlaubSo verhalten Sie sich bei einer Begegnung richtig

Ein Bär am Rande der Bergstraße Transfagarasan in den Karpaten, Rumänien.
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Ein tödlicher Angriff eines Bären auf eine Frau im Südosten Polens, nahe der Ortschaft Plonna, sorgt für Beunruhigung. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, ereignete sich der Vorfall in einem Waldgebiet. Solche Nachrichten können bei Reisenden, die in europäischen Bärenregionen unterwegs sind, Besorgnis hervorrufen.
Die Organisation World Wide Fund for Nature (WWF) gibt jedoch zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit einem Braunbären bei einer Wanderung äußerst gering ist. Braunbären gelten als scheu und meiden den Kontakt zu Menschen, wenn sie diese rechtzeitig bemerken.
So lässt sich einer Begegnung mit einem Bären vorbeugen
Um eine Konfrontation zu verhindern, rät der WWF, sich beim Wandern durch lautes Reden oder Singen bemerkbar zu machen und dichtes Unterholz zu umgehen. Besonders wichtig ist es, keine Essensreste zu hinterlassen, da solche Futterquellen die Tiere anziehen könnten.
Korrektes Verhalten bei einer Bären-Sichtung
Falls es dennoch zu einer Sichtung kommt, hat das Tier den Menschen meist weder akustisch noch olfaktorisch wahrgenommen. Der WWF empfiehlt: „Bleiben Sie ruhig stehen und machen den Bären durch lautes Reden und Bewegen der Arme auf sich aufmerksam“. Man sollte keinesfalls die Flucht ergreifen, aber dem Tier zugleich auch keine Angst einjagen.
Werfen Sie daher nicht mit Steinen oder Ästen und unterlassen Sie Versuche, den Bären mit Drohgebärden zu vertreiben. Zum eigenen Schutz sollte man auch auf ein Foto verzichten. Stattdessen ist ein langsamer Rückzug in die Richtung, aus der man kam, anzuraten. Stellt sich ein Bär auf, ist dies übrigens keine Drohung, sondern dient der besseren Orientierung.
Was bei einem Bärenangriff zu tun ist
In den seltenen Fällen eines tatsächlichen Angriffs sollte man sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden legen und die Hände schützend in den Nacken legen. „Stellen Sie sich tot und wehren Sie sich nicht“, so der Rat von Naturschützern. Diese Position wirkt am wenigsten bedrohlich und veranlasst den Bären im Idealfall zum Rückzug.
Wo Urlauber auf Braunbären treffen könnten
Laut WWF-Angaben aus dem Jahr 2023 existieren weltweit circa 200.000 Braunbären, wobei die größte Population in Russland lebt. In Europa beläuft sich der Bestand auf etwa 17.000 Tiere, hauptsächlich in den Karpaten. Kleinere Vorkommen finden sich aber auch in beliebten Urlaubsregionen wie den Alpen, dem Dinarischen Gebirge sowie in Schweden, Norwegen, Italien, Spanien, Bulgarien und Griechenland.
In Deutschland wird angenommen, dass Braunbären seit dem frühen 19. Jahrhundert nicht mehr heimisch sind. Eine Ausnahme bildete der als „Problembär Bruno“ bekannt gewordene Bär, der im Jahr 2006 das deutsch-österreichische Grenzgebiet durchstreifte. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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