Betrüger quälen Tiere für Mitleids-Videos und sammeln Spenden. Die Welttierschutzgesellschaft gibt Tipps gegen die Masche.
Betrug mit TierleidSo erkennen Sie inszenierte Rettungsvideos im Netz

Straßenhunde brauchen vielerorts Hilfe. Doch hinter Spendenaufrufen verbergen sich leider auch immer wieder Betrüger.
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Aufnahmen von Tieren in Notlagen werden häufig für betrügerische Spendenaufrufe verwendet. Die Einnahmen gelangen dabei oft an Kriminelle statt an Hilfsprojekte. Aus diesem Grund spricht die Welttierschutzgesellschaft (WTG) eine Warnung aus und bietet Ratschläge, um Fälschungen zu identifizieren.
Verhaftung in Uganda wegen Tierquälerei für Videos
Ein Mann in Uganda steht unter Verdacht, über einen längeren Zeitraum Hunde misshandelt zu haben. Er soll sie absichtlich verletzt haben, um Videos mit hohem Mitleidsfaktor zu produzieren. Laut Meldungen der WTG, die mit einem Bericht der BBC übereinstimmen, ist der Verdächtige mittlerweile in Haft. Dieser Vorfall macht deutlich, wie gewissenlos Kriminelle bei der Inszenierung vermeintlicher Rettungen vorgehen.
Personen, die für Tiere in Notlagen spenden wollen, wird daher geraten, die Inhalte genau zu prüfen. Die Identifizierung von Fälschungen kann sich als schwierig erweisen. Um das Aufspüren von Betrügern zu erleichtern, stellt die Welttierschutzgesellschaft eine Anleitung zur Verfügung.
Anzeichen für manipulierte Rettungsaktionen
Ein deutliches Alarmsignal für eine gestellte Rettung ist laut der Organisation das zögerliche Eingreifen der filmenden Personen. Anstatt umgehend zu helfen, werden die Tiere oft für mehrere Minuten in der gefährlichen Lage belassen und aus verschiedenen Winkeln gefilmt. Ebenso unglaubwürdig erscheint eine vorgeblich zufällige Entdeckung, wenn das Video viele Schnitte und Aufnahmen aus unterschiedlichen Kameraperspektiven enthält.
Authentische Tierschutzorganisationen dokumentieren über die Rettung hinaus auch den weiteren Werdegang und die Genesung der aufgenommenen Tiere. Wenn solche Informationen fehlen und vorwiegend nur Tiere in bedrohlichen Lagen gezeigt werden, ist Skepsis angebracht. Man sollte außerdem darauf achten, ob die Helfer ihre Gesichter zeigen und ob der Ort der Versorgung einen zweckmäßigen und professionellen Eindruck erweckt. Häufig sind die Akteure in normaler Kleidung an unpassenden Orten zu sehen.
Überprüfen Sie des Weiteren, ob bestimmte Tiere in mehreren dieser Videos vorkommen, da sie mitunter gezielt für solche Zwecke gehalten werden. Die Verifizierung der Quelle ist von entscheidender Bedeutung: Steht die Person oder die Gruppe in Verbindung mit einer offiziellen, anerkannten und registrierten Tierschutzorganisation? Diese Angabe muss unkompliziert überprüfbar sein. (dpa/red)
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