Nach Trans-Coming-outElliot Page: „Jetzt sieht meine Mutter, wie viel glücklicher ich bin“

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Elliot Page bei der Verleihung in einem schwarzen Anzug mit schwarzer Fliege auf dem roten Teppich. (Archivbild)

„Sie ist mir heute eine große Verbündete“, sagte Page in einem Interview dem „Spiegel“.

Der Schauspieler Elliot Page spricht über das Verhältnis zu seiner Mutter. Die Zeit habe gezeigt: „Menschen können sich verändern“.

Hollywoodstar Elliot Page (36) hat zumindest zur Mutter inzwischen ein gutes Verhältnis. „Sie ist mir heute eine große Verbündete“, sagte Page („The Umbrella Academy“) in einem Interview dem „Spiegel“.

Sie dachte immer: Wenn man sich anpasst, wird schon alles gut.
Elliot Page, Hollywoodstar

„Früher wusste sie es einfach nicht besser, hat es mit mir gut gemeint. Sie dachte immer: Wenn man sich anpasst, wird schon alles gut. Damit ist sie selbst groß geworden. Und wenn man das immer erzählt bekommt, glaubt man es.“ Jetzt sehe seine Mutter, wie viel glücklicher er sei und wie wohl er sich in seinem Körper fühle. Das sei auch für sie eine Erleichterung.

Der Kanadier Page hatte Anfang Dezember 2020 in den sozialen Medien sein Trans-Coming-out bekannt gegeben. 2014 hatte Page zunächst ein Coming-out als lesbisch gehabt. Berühmt wurde Page mit dem Film „Juno“. Der Film brachte ihm bei der Oscarverleihung 2008 eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein.

Elliot Page: „Sie wollte nicht, dass ich queer bin“

Page, der in diesen Tagen (am 6. Juni) die Autobiografie „Pageboy“ herausbringt, sagte dem „Spiegel“ über seine Mutter: „Sie wollte nicht, dass ich queer bin. Und auch als sie sagte, dass sie damit okay sei, konnte ich noch immer ihre Enttäuschung und Trauer spüren. Sie hat einfach Zeit gebraucht. Was das aber zeigt: Menschen können sich verändern.“

In der Autobiografie schildert Page eine Situation auf einer Party, bei der ein Hollywoodstar gesagt habe: „Ich fick dich mal so richtig durch, dann wirst du schon merken, dass du doch auf Männer stehst.“

Dazu sagte Page dem „Spiegel“: „Ich habe mich aber dagegen entschieden, den Namen des Hollywoodstars zu nennen. Weil es dann nur noch darum gegangen wäre, mit dem Finger auf eine einzelne Person zu zeigen. Die Frage ist für mich eher, was wir aus solchem Verhalten lernen können.“ Wenn er den Namen nenne, drehe sich alles nur noch um diese Person. (dpa)

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