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„Sein Kick war das Bewusstlose“Ex-Sanitäter soll Frauen betäubt und missbraucht haben

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Prozessauftakt gegen Notfallsanitäter

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.

Ein Ex-Sanitäter soll Frauen sediert und sexuell missbraucht haben. Vor Gericht weist der 28-Jährige die Vorwürfe zurück.

Ein ehemaliger Notfallsanitäter aus Oberbayern steht vor dem Landgericht München II. Ihm wird zur Last gelegt, Frauen sediert und sexuell missbraucht zu haben. Der 28 Jahre alte Angeklagte weist die Anschuldigungen zurück. Er gestand zwar, Medikamente von seiner Arbeitsstelle entwendet zu haben, behauptet aber, diese für den Eigengebrauch genutzt und nicht an Dritte weitergegeben zu haben.

Die Anschuldigungen einer zum angenommenen Tatzeitpunkt 16-Jährigen führt der Beschuldigte auf gekränkte Emotionen zurück, da er kein Interesse an einer Beziehung mit ihr signalisiert habe. Seine Zeit mit ihr sei nur darauf ausgerichtet gewesen, ihr zu helfen. Er beschrieb die Beziehung als eine, die der zwischen einem „großen Bruder und einer kleinen Schwester“ ähnele.

Prozessauftakt gegen Notfallsanitäter

Mutmaßliches Opfer: «Sein Kick war das Bewusstlose.»

Auch Vorwürfe der Ex-Partnerin zurückgewiesen

Der Mann aus Garmisch-Partenkirchen dementierte ebenfalls die Anschuldigung, seine ehemalige langjährige Freundin sediert zu haben. Er gab zu, dass er es anziehend fand, wenn seine Partnerin einen hohen Alkoholpegel hatte, weil er sich dann um sie sorgen konnte. Er habe ihr aber niemals Sedativa verabreicht.

Gegenüber der Polizei machte die Frau jedoch andere Angaben. „Er stand einfach drauf, wenn man hart betrunken war, fast an der Grenze zur Bewusstlosigkeit“, erklärte sie in ihrer Aussage und fügte an: „Sein Kick war das Bewusstlose.“

Vergewaltigung und Körperverletzung unter den Anklagepunkten

Die Anklagebehörde beschuldigt den Mann, die beiden Frauen ohne deren Wissen sediert und sich danach an ihnen vergriffen zu haben. Die Vorwürfe umfassen Vergewaltigung, sexuelle Nötigung sowie gefährliche Körperverletzung. Des Weiteren soll der Angeklagte von dem angenommenen Übergriff auf seine Ex-Freundin Fotografien erstellt haben. Er macht geltend, dass die Aufnahmen mit ihrer Zustimmung gemacht wurden. „Sie hat da nachweislich nicht geschlafen“, sagte der 28-Jährige.

Laut den Ermittlungsbehörden soll der Mann auch eine dritte Frau, eine frühere Mitarbeiterin vom Rettungsdienst, unter Drogen gesetzt haben. In diesem Fall besteht allerdings keine Anklage wegen eines Sexualdelikts.

Das Landgericht München II hat für das Verfahren sechs Gerichtstermine anberaumt. Eine Urteilsverkündung wäre demzufolge am 11. Juni möglich. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.