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„Ein absolutes Wunder“Angeschnallt gefunden – Flugbegleiterin flog wohl 100 Meter weit aus Unglücksmaschine

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Mitarbeiter der Flugzeugwartung inspizieren das Wrack eines Air-Canada-Express-Jets, der am Sonntagabend auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrauto der Hafenbehörde zusammengestoßen war. (Archivbild)

Mitarbeiter der Flugzeugwartung inspizieren das Wrack eines Air-Canada-Express-Jets, der am Sonntagabend auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrauto der Hafenbehörde zusammengestoßen war. (Archivbild)

Das Flugzeugunglück auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia kostete den Piloten und den Co-Piloten der Maschine das Leben.

Eine Flugbegleiterin des Air-Canada-Jazz-Fluges, der am Sonntag auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrwagen kollidierte, hat das Unglück offenbar nur mit sehr viel Glück überlebt. Kanadischen Medienberichten zufolge wurde Solange Tremblay – noch angeschnallt – beim Aufprall mehr als 100 Meter aus dem Flugzeug geschleudert.

„Es ist ein absolutes Wunder“, sagte Tremblays Tochter Sarah Lépine dem Fernsehsender TVA in Quebec. Als die Rettungskräfte ihre Mutter fanden, sei sie immer noch angeschnallt gewesen, berichtete die Tochter weiter. „Sie hatte einen Schutzengel. Es hätte viel schlimmer kommen können.“

LaGuardia: Flugbegleiterin kommt mit Knochenbrüchen davon

Lépine zufolge erlitt ihre Mutter bei dem Unglück mehrere Knochenbrüche und habe operiert werden müssen. Laut ihrem Social-Media-Profil arbeitet Tremblay seit 26 Jahren als Flugbegleiterin bei Jazz.

Bei dem Flugzeugunglück am New Yorker Flughafen LaGuardia waren am Sonntag zwei Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Nach Angaben der New Yorker Verkehrsbehörde Port Authority wurden 43 Verletzte ins Krankenhaus gebracht.

New Yorker Flughafen nimmt Betrieb wieder auf

Während die meisten Menschen bald wieder entlassen wurden, mussten neun Verletzte vorerst weiter behandelt werden. Darunter waren die beiden Insassen des Feuerwehrfahrzeugs. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr, erklärte die Verkehrsbehörde.

Beamte des National Transportation Safety Board untersuchen das Wrack eines Air-Canada-Express-Jets, der am Sonntagabend auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrauto der Hafenbehörde kollidiert war.

Beamte des National Transportation Safety Board untersuchen das Wrack eines Air-Canada-Express-Jets, der am Sonntagabend auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrauto der Hafenbehörde kollidiert war.

Der zwischenzeitlich gesperrte Flughafen nahm seinen Betrieb am Montag wieder auf. Der Unfall hatte sich am Sonntag gegen 23.40 Uhr (Ortszeit) ereignet. Nach Angaben des Air-Canada-Regionalpartners Jazz Aviation war Flug AC8646 mit 76 Insassen im kanadischen Montreal gestartet. Darunter waren vier Besatzungsmitglieder.

Passagier berichtet von Chaos an Bord

Nach dem Unfall herrschten an Bord der Maschine offenbar zunächst chaotische Zustände. Der Passagier Jack Cabot berichtete gegenüber dem US-Sender CNN von dem Zusammenstoß auf dem Flugfeld. „Ab da herrschte nur noch Chaos. Etwa fünf Sekunden später kamen wir zum Stillstand“, berichtete er.

Alle Personen an Bord der Maschine hätten geschrien. Da aus dem Cockpit keine Ansage gekommen sei, hätten Passagiere selbst die Initiative übernommen, erklärte Cabot weiter. „Jemand sagte: ‚Lasst uns die Notausgänge nehmen, die Tür öffnen und alle hinausspringen.‘ Und genau das haben wir getan.“

Das veröffentlichte Protokoll des Towers deutet unterdessen auf einen möglichen Fluglotsen-Fehler hin. US-Präsident Donald Trump sagte dazu: „Sie haben einen Fehler gemacht. Das ist ein gefährliches Geschäft. Das ist furchtbar.“ Der kanadische Regierungschef Mark Carney sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. (das/afp)