Abo

Fall erschüttert AustralienFünfjährige tot aufgefunden, Mann wegen Mordes angeklagt

3 min
Fünfjährige in Australien tot – Mordanklage gegen Verdächtigen

Nach dem Fund der Leiche des Mädchens war es in Alice Springs zu Ausschreitungen gekommen.

Nach dem Tod einer Fünfjährigen in Australien wurde ein 47-Jähriger wegen Mordes angeklagt. Schwere Krawalle folgten.

Ein 47-Jähriger steht nach dem Tod eines Kindes in Australien unter Mordverdacht. Die tagelange Suche und schwere Krawalle sorgten für Entsetzen.

In Australien wurde nach der Entdeckung des Körpers eines fünf Jahre alten Kindes Anklage wegen Mordes gegen einen Verdächtigen erhoben. Internationale Aufmerksamkeit erregten sowohl die mehrtägige Fahndung nach dem Mädchen als auch die Unruhen, die auf das Auffinden der Leiche folgten. Dem Kind, das Sharon hieß, verlieh die Familie nach ihrem Tod den Namen Kumanjayi Little Baby. Australische Medien melden, dass dies aus kulturellen Motiven geschah. Der Beschuldigte soll am Dienstag in Darwin einem Richter vorgeführt werden.

Eine fünftägige polizeiliche Suchaktion im Outback bei Alice Springs war dem Fund vorausgegangen. Das Kind war aus einem Gebäude in einer Siedlung von Ureinwohnern verschwunden, wo sich der mutmaßliche Täter ebenfalls befunden haben soll. Berichten zufolge wurde der Mann lediglich sechs Tage vor dem Vorfall aus der Haft entlassen.

Unruhen nach Entdeckung des toten Kindes

Medienberichten zufolge kam es bereits am Donnerstag in Alice Springs zu Tumulten, kurz bevor der 47-jährige Mann festgenommen wurde. Eine aufgebrachte Menge attackierte den Beschuldigten, welcher anschließend mit Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden musste.

Die Auseinandersetzungen eskalierten vor dem Krankenhaus weiter, wo sich etwa 400 Personen versammelten. Dort wurde den Beamten vorgeworfen, den mutmaßlichen Täter in Schutz zu nehmen. Im Zuge der Krawalle wurden Polizeikräfte verletzt, zudem wurden Einsatzfahrzeuge und Ambulanzen demoliert. Berichte erwähnen auch Plünderungen. Laut Polizeiangaben hat sich die Situation mittlerweile entspannt; die Untersuchungen zu den Tumulten dauern an.

Polizeikommissar Martin Dole wird von australischen Medien mit den Worten zitiert: „Der Fall ist weiterhin zutiefst erschütternd“. Mit Bezug auf den Tod des Kindes appellierte Dole, das juristische Verfahren zu achten, und erwähnte die „schrecklichen Umständen“ der Tat. Der Beschuldigte muss sich zudem zwei weiteren Anklagepunkten stellen, die laut Berichten nicht publik gemacht wurden. Ferner wird geprüft, ob der Mann Komplizen hatte.

Umfangreiche Suchaktion im australischen Outback

Gemeinsam mit Freiwilligen hatten Hunderte von Einsatzkräften das entlegene Wüstengebiet durchsucht. Dieses schwer zugängliche Terrain aus dichtem Buschland wurde zu Fuß, mit Pferden, Geländemotorrädern sowie unter Einsatz von Drohnen und Helikoptern abgesucht. Auch routinierte Spurenleser der Ureinwohner beteiligten sich an der Fahndung.

Die Stadt Alice Springs befindet sich im Northern Territory, im sogenannten „Roten Zentrum“ von Australien und damit nahezu genau im geografischen Mittelpunkt des Kontinents. Eine Distanz von über 1.000 Kilometern trennt sie von den nächstgelegenen Metropolen Adelaide im Süden und Darwin im Norden. Der Vorfall sorgte für breite Anteilnahme in der Bevölkerung. Auch der Premierminister Anthony Albanese kondolierte der Familie. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.